Impotenz ruiniert die Volkswirtschaft: Frust
im Bett verursacht 9,7 Mrd. Euro Schaden
- Studie: 39 Prozent der Männer in Österreich betroffen
- Sexuelle Tristesse: Frauen teilweise nicht arbeitsfähig
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Guter Sex ist auch für die Wirtschaft gut: Stress im Job, Existenzängste und mangelnde Zukunftsperspektiven sind die Lustkiller bei den Männern. Privater Frust lähmt wiederum die Arbeitsproduktivität und der berufliche Leistungsdruck schleicht sich ins Privatleben. Ein Teufelskreis, dem mittlerweile jeder dritte Mann zum Opfer fällt. Schlechte Arbeitsleistung, Konzentrationsprobleme und Frust sollen in Österreich laut dem deutschen Institut für Gesundheitsaufklärung (IFGA) einen volkswirtschaftlichen Schaden von 9,7 Milliarden Euro anrichten. In Deutschland sind es 65,3 Milliarden Euro.
Die Daten wurden im Rahmen einer Studie rund um das Impotenz-Medikaments "Levitra" (Bayer) im Auftrag von IFGA erhoben. Obwohl die Österreicher im direkten Ländervergleich selbstbewusster und weniger angstbelastet sind, herrscht auch hier Tristesse im Bett: Sind die Ansprüche der Österreicher im Hinblick auf ihre Lebensgestaltung gegenüber sich selbst höher als bei Deutschen. Und diese Ansprüche gehören zu den wichtigsten Stressfaktoren, die eine erfüllte Sexualität stören, weiß das IFGA laut einer Aussendung. In Österreich kennen 35 Prozent (620.000) der erwerbstätigen Männer im Alter zwischen 20 und 65 Jahren das Problem der erektilen Dysfunktion.
Aber auch an die 254.000 erwerbstätigen Frauen geht das Potenz-Problem ihrer Partner nicht spurlos vorüber. 1,47 Stunden täglich sind sie nicht in der Lage, die volle Arbeitsleistung zu erbringen - zu sehr beschäftigt sie das "Schweigen der Lenden" ihrer Partner. Ihre verminderte Arbeitsleistung beträgt täglich 18,6 Prozent.
"Potenzprobleme sind leider immer noch ein Tabuthema und ein wahrer Teufelskreis", so Adel Massaad, IFGA-Leiter, "die betroffenen Männer wollen nicht darüber reden, Frauen beziehen die Potenzproblematik ihres Partners auf sich und ihre Attraktivität oder denken, ihr Partner gehe fremd. Da man nicht offen mit dem Problem umgeht, darüber redet und es eher als peinlich empfunden wird, nimmt die Frustration derart zu, dass die Betroffenen regelrecht blockiert sind. Viele haben deshalb bereits ihren Job verloren."
(apa/red)
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