EU-Frühjahrsprognose gesenkt: Eurozone wächst heuer doch nur 1,6 Prozent
- Ölpreis und hoher Euro-Kurs bremsen Konjunktur
- 2006 dann wieder 2,1Prozent BIP-Plus zu erwarten
·FORMAT: Wer trägt den Aufschwung?
Prognosen: Konjunktur kommt 2006 in Schwung!
·2005/06: Wirtschaft in Österreich wächst!
Wifo & IHS erwarten 2,25 bis 2,5 Prozent Wachstum
·Eurozone: Anstieg bei Arbeitslosigkeit
Plus von 8,9 %, Österreich bei den niedrigsten Quoten
Die Wirtschaft der zwölf Länder der Eurozone wird nach Schätzungen der EU-Kommission in diesem Jahr nur um 1,6 Prozent zulegen. Damit hat die EU-Behörde ihre bisherige Annahme für 2005 von zwei Prozent zurückgenommen, wie aus der am Montag in Brüssel veröffentlichten Frühjahrsprognose der Kommission hervorgeht.
Vor allem die steigenden Ölpreise und der Höhenflug des Euro hätten die Konjunktur in der zweiten Hälfte des Vorjahres gedämpft - mit anhaltenden Auswirkungen für dieses Jahr. Für 2006 rechnet die EU -Behörde dann wieder mit einem Wachstum von 2,1 Prozent in der Eurozone. Für Österreich werden für heuer und nächstes Jahr 2,1 Prozent prognostiziert.
Die gesamte Europäische Union kann heuer ein Wachstum von 2,0 Prozent erwarten und 2006 einen Zuwachs von 2,3 Prozent. Der Konjunkturanstieg habe bisher nur geringe Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt gezeigt. Für 2005 erwartet die EU-Behörde ein Beschäftigungswachstum von 0,7 Prozent in der Eurozone, für 2006 einen Anstieg von 0,8 Prozent.
Dadurch würden bis 2006 voraussichtlich rund drei Millionen neue Jobs geschaffen, heißt es in der Prognose. Dies werde aber erst im nächsten Jahr zu einem bescheidenen Rückgang der EU-Arbeitslosenquote auf 8,7 Prozent gegenüber 9,0 Prozent in diesem Jahr führen. In der Eurozone erwartet die EU-Kommission im selben Zeitraum einen Rückgang der Arbeitslosigkeit von 8,8 auf 8,5 Prozent. In Österreich soll die Arbeitslosenquote von 4,5 (2004) auf 4,1 (2005) und 3,9 Prozent (2006) zurückgehen.
Das durchschnittliche Defizit der Eurozone wird heuer geringfügig auf 2,6 Prozent gegenüber 2,7 Prozent 2004 zurückgehen. 2006 wird die durchschnittliche Neuverschuldung der Euroländer aber wieder auf 2,7 Prozent anwachsen. Die Inflationsrate soll heuer auf 1,9 Prozent zurückgehen. Für Österreich sagt die EU-Kommission dagegen eine Teuerungsrate von 2,3 Prozent voraus. (apa/red)
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