Börsegang des Jahres: "Raiffeisen
International"-Aktien stehen zum Verkauf
- Offizielle Preisspanne liegt zwischen 27 bis 33 je Aktie
- Im besten Fall gibt es 1,131 Milliarden Emissionserlös
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Raiffeisen gab den Startschuss für den Börsegang der RZB-Auslandsbankentochter "Raiffeisen International". Er soll der Ostbankenholding und den Alteigentümern insgesamt rund eine Milliarde Euro in die Kassen spülen. Die neue Ostbanken-Aktie an der Börse von Wien wird im Amtlichen Handel (Prime Market) notieren. Erster Handelstag wird der 25. April sein. Es wird einer der wichtigsten Werte am Wiener Aktienmarkt.
Dies gab die Raiffeisen International Bank-Holding AG (RI) Montag früh in einem Pressekommunique bekannt. Der Tag der Erstnotiz wurde um einige Tage vorverlegt. Die Zeichnungsfrist läuft von heute, 4. April, bis voraussichtlich 21. April.
Die Preisspanne für die Raiffeisen-International-Aktie liegt zwischen 27 und 33 Euro. Daraus errechnet sich noch ohne Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) ein Erlös zwischen 804,6 und 983,4 Mio. Euro. Samt Greenshoe - das ist die Option der emissionsführenden Banken zur nachträglichen Erhöhung des Volumens - könnte sich das Emissionsvolumen zum Höchstpreis auf mehr als 1,1 Mrd. Euro erhöhen. Das Geld soll für weitere Banken-Zukäufe in Osteuropa genutzt werden, aber auch in den Ausbau des bestehenden Netzes fließen. Aktuell wird der Kauf einer Großbank in der Ukraine verhandelt.
Nach Börsengang 24 Prozent in Streubesitz
Nach dem Börsengang der RZB-Ostbankenholding Raiffeisen International (RI) wird knapp ein Viertel der Aktien in Streubesitz sein. Neben dem 24-prozentigen Free-Float-Anteil bleibt die Raiffeisen Zentralbank (RZB) mit 70 (bisher 86) Prozent dominierender Aktionär. Dies wurde auf der heutigen RI-Bilanzpressekonferenz erklärt.
Das Going Public erfolgt über einen Mix aus einer Kapitalerhöhung und dem Verkauf von Aktien aus den Beständen der Altaktionäre. Inklusive der Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) sollen bis zu 34,27 Millionen Aktien im Publikum breit gestreut werden.
Raiffeisenlandesbanken steigen ganz aus
Die Raiffeisenlandesbanken, die bisher 6 Prozent an Raiffeisen International hielten, steigen im Zuge des Börsengangs zur Gänze aus. Die Weltbank-Tochter IFC und die EBRD, die sich im Herbst 2004 mit jeweils 4 Prozent beteiligt haben, fallen auf 3,2 bzw. 2,8 Prozent zurück.(apa/red)
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