1:1 gegen FC Parma: Austria scheitert in Wien an mangelnder Chancen-Verwertung
- Hoffnung auf Halbfinale im UEFA-Cup aber weiter intakt
- Mila gleicht für Austria Parma-Führung durch Pisanu aus
·Kickt die Austria auch Parma raus?
UMFRAGE: Schaffen es die
"Veilchen" nach dem 1:1?
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Die Hoffnung der Wiener Austria auf eine gute Ausgangsposition für den Aufstieg ins Semifinale des Fußball-UEFA-Cups ist nicht in Erfüllung gegangen. Der österreichische Vize-Meister musste sich am Donnerstag im Viertelfinal-Hinspiel vor knapp 40.000 Zuschauern im Happel-Stadion gegen FC Parma mit einem 1:1 (0:1) zufrieden geben. Pisanu hatte die Italiener in der 34. Minute in Führung gebracht, mehr als das 1:1 durch Mila in der 61. Minute war für die vor allem in der zweiten Hälfte klar überlegene Austria, die viele Torchancen vergab, nicht mehr drin.
Damit geht die Austria zwar als Außenseiter ins Rückspiel am kommenden Donnerstag in Parma, in dieser Rolle hat sie in diesem Jahr aber schon zwei Mal gute Figur gemacht. Nach einem 0:0 daheim gegen Athletic Bilbao und einem 1:1 gegen Real Saragossa ebenfalls vor eigenem Publikum schafften die "Veilchen" jedes Mal den Aufstieg.
Die Austria begann engagiert und sorgte mit einem Kopfball von Vachousek (2.) und einem Vorstoß von Sionko-Ersatzmann Mila, der sich dann allerdings verzettelte (14.), erstmals für Gefahr. Bald aber kam Sand ins Getriebe der Wiener. Dank ihrer taktischen Disziplin und auch dank vieler kleiner Fouls im Spielaufbau brachten die nicht ganz so defensiv wie erwartet eingestellten Italiener die Partie unter Kontrolle.
Parma schonte seine Stars
Obwohl die Gäste ihre Stars Gilardino und Frey sowie zunächst auch Morfeo schonten und auf einige junge Kicker setzten, traten sie abgebrüht wie eine typische Serie-A-Mannschaft auf. So auch in der 34. Minute, als Vignaroli mit einem Weitschuss den im Strafraum postierten Gibbs traf. Der Parma-Stürmer war schneller als Afolabi und spitzelte den Ball weiter zu Pisanu, dem aus rund 14 Metern die Führung für die Italiener gelang. Dospel hatte den Ball entscheidend abgefälscht und damit Didulica-Ersatz Safar keine Chance gelassen.
Die Austria war vor ihrer größten Europacup-Heimkulisse seit 1986 vom Gegentreffer geschockt und in der Folge mit Ausnahme eines Kopfballs von Bovo übers eigene Tor (43.) und eines Papac-Schusses, den Goalie Bucci parierte (45.), in der Offensive einfallslos.
Das sollte sich nach der Pause aber ändern. In der ersten Hälfte noch zu sehr auf Sicherheit bedacht, riskierte die Austria nach dem Seitenwechsel mehr und kam auch prompt zu Chancen. Mila spielte in der 47. Minute Rushefeldt frei, dessen Querpass verfehlten aber sowohl Bucci als auch der davon etwas überraschte Vastic. Vier Minuten später war Bucci bei einem Schuss von Papac auf dem Posten.
Mila durchbricht italienischen Abwehr-Beton
In der 61. Minute aber erntete die Austria die Früchte ihrer Offensiv-Bemühungen. Vachousek spielte zur Mitte, Rushfeldt verlängerte und der starke Mila traf im Sechzehner ins kurze Eck zum mehr als verdienten 1:1 und gleichzeitig zum ersten Verlusttreffer von Parma im UEFA-Cup im Jahr 2005. In dieser Phase hatte sich Parma bereits völlig auf klassisches Catenaccio verlegt und änderte auch nach dem Ausgleich nichts an der strikten Defensiv-Taktik.
Die Wiener kämpften bis zum Schluss beherzt um den wichtigen zweiten Treffer, der Parma im Rückspiel zur Aktivität gezwungen hätte. Die Italiener agierten aber clever, hatten bei einer Möglichkeit von Mila (87./Bucci wehrte ab) Glück und verschafften sich so eine gute Ausgangsposition für den Aufstieg ins Semifinale.
(apa/red)
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