Bundesliga: Pasching siegte gegen die Admira - Wirbel um Schiedsrichter Falb!
- Burgenländer sagt: "Fühlte mich von Kafkas bedroht"
- Rapidler Lawaree: "Traurig, was in Bregenz passiert"
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Die beiden Nachtragspartien der T-Mobile-Fußball-Bundesliga brachten am Mittwoch jeweils einen 2:0-Sieg der Gastmannschaft, jedoch völlig unterschiedliche Reaktionen der unterlegenen Hausherren. Während Spieler und Verantwortliche von Schlusslicht Bregenz, das nach der Heimpleite gegen Rapid der Red Zac Ersten Liga wieder einen Schritt näher kam, relativ gelassen analysierten, gingen in der Südstadt die Emotionen hoch. Die Admira fühlte sich bei der Niederlage gegen Leader Pasching von Schiedsrichter Wolfgang Falb um einen Punkt gebracht, dieser wiederum sich "bedroht".
Die Konflikte in der Südstadt entzündeten sich an einem schnell - nach dem Befinden der Admira-Akteure zu schnell - abgespielten Freistoß des tschechischen Pasching-Legionärs Jezek, der zum 1:0 durch Goalgetter Mayrleb führte. "Es gibt eine Empfehlung der UEFA, wonach nicht gewartet werden muss, bis der Gegenspieler weit genug entfernt ist, um einen Freistoß schnell abzuspielen", rechtfertigte sich Falb, der mit Kafkas und Bjelica zwei Admiraner mit Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche geschickt hatte und deren Spielerpässe einbehielt. "Bjelica beschimpfte mich und von Kafkas fühlte ich mich bedroht", erklärte Falb.
Mit dem während der Partie an protestierende Admira-Akteure gerichteten Satz "Ihr habt ja 60 Minuten eh keine einzige Torchance gehabt" hatte Falb die Gastgeber besonders in Rage gebracht. "Da darf man sich nicht wundern, wenn die Spieler so reagieren", war auch Admira-Trainer Dominik Thalhammer erbost. Sein Co-Trainer Alfred Tatar ging noch einen Schritt weiter: "Das Match hat nur der Schiedsrichter entschieden." Falb zog nach den Streitereien eine erste Bilanz: "Ich habe noch nie eine Mannschaft erlebt, die auf dem Platz so viel geredet und geschimpft hat."
In Vorarlberg gehen beim Tabellen-Letzten langsam die Lichter aus, was auch Rapids Doppel-Torschütze und Ex-Bregenzer Axel Lawaree mit Bedauern kommentierte: "Es ist traurig, was in Bregenz passiert. Vielleicht ist es besser, wenn der Klub absteigt und dann wieder von vorne beginnt." Der Belgier erzielte sein erstes Tor im Bodensee-Stadion seit dem Wechsel nach Wien und hielt die Hütteldorfer so im Titelrennen. "Der Sieg war wichtig für die Erwartungshaltung bei Rapid", zeigte sich der Trainer des Rekordmeisters, Josef Hickersberger, erleichtert.
(apa/red)
