Favoritensiege in der Bundesliga: Rapid und Superfund gewinnen Nachtragsspiele
- Paschinger bei Admira 2:0, Hütteldorfer 2:0 im Ländle
- 3-mal Rot in Südstadt: Kafkas, Bjelica und Trainer Tatar
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Keine Überraschungen gab es in den Nachtragsspielen der Bundesliga. Zwei Doppelpacks brachten Tabellenführer Superfund in der Südstadt und Verfolger Rapid in Bregenz klare 2:0-Siege. Die Treffer für die Oberösterreicher besorgte Mayrleb, Lawaree war bei den Hütteldorfern der entscheidende Spieler. Viel Rot gab es in der Südstadt, die Admiraner Kafkas und Bjelica mussten wegen Schiedsrichterbeleidigung vorzeitig unter die Dusche.
Pasching feierte im Schlager der beiden bisher im Frühjahr noch ungeschlagenen Teams nach einer klaren Steigerung in Hälfte zwei einen verdienten 2:0-Auswärtssieg über die Admira und liegen nun fünf Punkte vor den Wiener Traditionsvereinen Austria und Rapid, die allerdings noch ein Spiel weniger ausgetragen haben. Die Admira musste nach jeweils zwei Siegen und Remis die erste Niederlage im Frühjahr zur Kenntnis nehmen und bleibt damit Tabellensiebenter.
In Hälfte eins bekamen die 1.500 Zuschauer in der Südstadt alles andere als guten Fußball geboten. Ein abgefälschter Kirchler-Weitschuss, der knapp am Pfosten des Admira-Gehäuses vorbeiging, kurz vor der Pause war die einzig nennenswerte Torchance in den ersten 45 Minuten.
Doch nach dem Wechsel dauerte es dann nicht einmal 120 Sekunden, bis es im Tor der Hausherren einschlug: Nach einem Jezek-Freistoß nützte Torjäger Mayrleb den "Tiefschlaf" der Admira-Abwehr und erzielte per Kopf seinen bereits 20. Saisontreffer, den fünften im fünften Spiel nach der Winterpause.
Als dann auch noch Kafkas nach Schiedsrichterkritik mit Gelb-Rot vom Platz musste (58.), war dann der Weg endgültig frei für den Titelkandidaten, obwohl zunächst die Admira trotz numerischer Unterlegenheit auf den Ausgleich gedrängt hatte. Doch in der 71. Minute fiel mit dem 2:0 für Pasching die endgültige Entscheidung: Nach schnellem Konter spielte Sariyar auf den in der Mitte frei stehenden Kirchler, der uneigennützig zu Mayrleb weiterleitete, und der Teamspieler krönte seine Leistung mit einem Doppelpack, nachdem er in der ersten Hälfte überhaupt nicht zur Geltung gekommen war.
"Wenn wir am Schluss ganz oben stehen, dann wäre das eine Riesensensation in Österreich", meinte Mayrleb nach dem Spiel. Da Pasching nun aber bei einem Remis bereits den vierten Sieg im Frühjahr feierte, wird der Titel immer mehr zum Thema beim Linzer Vororteklub.
Die Admira beendete das Match nur mit neun Mann, denn auch Bjelica musste wegen Schiedsrichterkritik mit Gelb-Rot (83.) vorzeitig in die Kabine. Co-Trainer Alfred Tatar sah wegen Kritik am Referee "Rot" und wurde auf die Tribüne verbannt.
Je zwei Spiele Sperre
Der Strafsenat hat die Admira-Spieler Nenad Bjelica und Tolunay Kafkas zu je zwei Spielen Sperre verurteilt. Das Duo war bei der 0:2-Heimniederlage am Mittwoch gegen Pasching mit Gelb-Rot ausgeschlossen worden, was normalerweise eine Suspendierung von einer Partie nach sich ziehen würde. Schiedsrichter Wolfgang Falb hatte jedoch die Spielerpässe einbehalten.
Heftige Kritik am Schiedsrichter
Bregenz - Rapid
Der österreichische Fußball-Rekordmeister SK Rapid hat im Nachtragsspiel der 23. Bundesliga-Runde einen 2:0-(1:0)Sieg beim Schlusslicht SW Bregenz gelandet. Für die drittplatzierten Hütteldorfer, die durch ihren ersten Auswärtssieg im Frühjahr nach Punkten mit der Wiener Austria gleichzogen, traf der Ex-Bregenzer Lawaree in der 33. und 84. Minute im Doppelpack.
Die Anfangsphase stand allerdings im Zeichen der Bregenzer. In der 5. Minute zog der nach seiner langen Sperre wieder spielberechtigte Nzuzi nach Pass von Hauser allein auf das Rapid-Tor und überspielte Goalie Payer, sein Schuss aufs leere Tor wurde aber vom mitgeeilten Korsos vor der Linie abgewehrt. Eine Minute später bewies Payer bei einem Schuss von Schepens seine Klasse.
Auch als Rapid die Drangperiode überstanden hatte, fanden die Hütteldorfer zunächst nicht besser ins Spiel. Beim Rekordmeister krankte es in dieser Phase wie schon bisher im Frühjahr an Zweikampfstärke, Ballsicherheit und Kreativität im Spiel nach vorne. Dass es dennoch zur Führung reichte, lag an Kapitän Hofmann, der sich am eigenen Strafraum den Ball erkämpfte, mit dem Ball einige Meter zurücklegte und dann ideal Lawaree einsetzte. Der Ex-Bregenzer ließ Goalie Nagel, der den Vorzug gegenüber Tolja erhalten hatte, in der 33. Minute keine Chance.
Nach der Pause wurde Rapid sicherer, auch weil die Bregenzer ihr Pulver offensichtlich schon in den ersten Minuten verschossen hatte und nicht mehr zusetzen konnten. In der 48. Minute wurde Lawaree ein Tor zu Unrecht wegen Abseits aberkannt, in der 50. und 77. Minute scheiterte er an Nagel. Der eingewechselte Kienast vergab in der 80. Minute völlig freistehend, ehe der starke Lawaree wieder zuschlug und nach einem Corner vom Fünfer aus der Drehung wieder zuschlug (84.).
(apa/red)
