Personal-Rochade: Ex-CART-Champion Gil De Ferran neuer BAR-Sportdirektor
- "In Bar-Honda steckt enormes Potenzial"
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Der ehemalige CART-Champion und Indy-500-Sieger Gil De Ferran ist am Mittwoch als neuer Sportdirektor des Formel-1-Rennstalls British American Racing (BAR) vorgestellt worden. Damit reagierte das Team auf den Fehlstart in die WM 2005, denn BAR-Honda hat in den ersten drei Rennen keinen einzigen Punkt geholt. Lediglich in Australien kamen der Brite Jenson Button (Elfter) und der Japaner Takuma Sato (14.) ins Ziel, danach gab es für den Konstrukteurs-Vizeweltmeister 2004 Doppelausfälle in Malaysia und Bahrain.
Der 37-jährige Brasilianer De Ferran, der seine aktive Karriere erst vor eineinhalb Jahren beendet hatte, gibt sein Debüt als BAR-Sportdirektor in zweieinhalb Wochen beim Grand Prix von San Marino in Imola (24. April). "In BAR-Honda steckt enormes Potenzial", sagte De Ferran bei seiner Präsentation. "Außerdem habe ich mich auf Anhieb mit allen involvierten Personen verstanden und im vergangenen Jahr nach meinem Rücktritt gemerkt, dass mir der Rennsport noch immer ganz besonders am Herzen liegt."
Ziel Weltmeister-Titel
"Für unser finales Ziel, den Weltmeistertitel zu gewinnen, war dieser Schritt notwendig. Denn Gil verfügt über die nötige Erfahrung, die man im Rennsport dafür braucht", erklärte BAR-Teamchef Nicky Fry. "Es gibt nichts Wichtigeres als Renn-Erfahrung, deshalb braucht Gil nur eine kleine Einführung in sein neues Arbeitsfeld. Vor allem seine analytischen Fähigkeiten sind für uns besonders wertvoll."
Durch die Bestellung von De Ferran werde laut Fry auch der Technische Direktor Geoff Willis entlastet und könne sich nun ganz auf die Weiterentwicklung des Rennautos konzentrieren. "Wir wissen, dass Gil das Zeug besitzt, das Beste aus einem Rennstall herauszuholen", betonte Fry.
De Ferran, der schon im Vorjahr Gespräche über ein BAR-Engagement geführt hatte, gewann das Indy-500-Rennen 2003, nachdem er zuvor zwei Mal Champion der nordamerikanischen CART-Serie (2000 und 2001/Team Penske ) geworden war. Zuletzt war er als TV-Kommentator in den USA engagiert.
(apa/red)
