Toller Auftakt für Österreicher bei FIA-GT-WM: Plätze 4 und 5 für Peter und Wendlinger
- Langsame Teamkollegen vereitelten sicheren Sieg
- Robert Lechner/Franz Konrad fallen nach Kollision aus
Trotz einer Superleistung musste sich Pole-Mann Philipp Peter am Sonntag im Auftaktrennen zur FIA-GT-WM in Monza mit Rang vier begnügen. Unmittelbar hinter dem Wiener landete der Tiroler Karl Wendlinger im zweiten Red Bull Maserati MC12 auf Platz fünf, während die österreichische Paarung Robert Lechner/Franz Konrad nach einer Kollision vorzeitig ausschied. Der Sieg im ersten von elf Rennen ging überraschend an das Ferrari-550-Maranello-Duo Pedro Lamy und Gabriele Gardel (POR/SUI).
Peter prolongierte im Rennen zunächst seine aktuelle Hochform und lag vom Start weg in Führung, die er kontinuierlich ausbaute. Mit 32 Sekunden Vorsprung übergab er an seinen englischen Partner Chris Buncombe, der jedoch ebenso wie der nach ihm fahrende Russe Roman Rusinow zu langsam war, um die Spitzenposition erfolgreich zu verteidigen. "Ich sage nur, dass sich einige Leute - und die wissen genau, wer gemeint ist - sich für das nächste Rennen in Frankreich etwas einfallen lassen sollen", übte Peter Kritik an der Teamzusammensetzung, die ihn den sicheren Sieg kostete.
Wendlinger und seinem italienischen Partner Andrea Bertolini machten dagegen technische Probleme sowie eine Stop-and-Go-Strafe gegen Bertolini nach einer Kollision den Sprung aufs Podest unmöglich. "Alles in allem ist das natürlich alles sehr enttäuschend, aber gegen solche Zwischenfälle und die Technik ist man eben machtlos", meinte Wendlinger.
Lechner bot im Saleen eine solide Leistung, doch Teamchef Konrad, der den erkrankten Walter Lechner jun. als Pilot vertreten musste, wurde dann in eine Kollision mit Überrundeten verwickelt und fiel aus. Das österreichische Renauer-Motorsport-Team mit dem Niederösterreicher Manfred Jurasz sowie dem Deutschen Wolfgang Kaufmann am Steuer des Porsche GT 3 RS landete in der GT2-Klasse auf Rang fünf.
Auftakt zur Tourenwagen-WM
Beim Auftakt zur von der FIA nach 18 Jahren Pause wiederbelebten Tourenwagen-WM gab es in Monza Siege für BMW und Alfa Romeo. Erster WM-Führender ist der deutsche BMW-Werkspilot Dirk Müller, der den ersten Lauf gewann und sich im zweiten nur dem Briten James Thompson (Alfa Romeo) geschlagen geben musste.
Mit Alfa Romeo, BMW, Seat, Ford, Chevrolet, Peugeot und Honda treten insgesamt sieben Automobilhersteller mit über 30 Piloten in der zehn Rennen umfassenden Tourenwagen-WM an. Nicht dabei sind Mercedes, Audi und Opel, die sich im weitgehend parallel stattfindenden Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) engagieren. Auch der frühere Formel-1-Pilot und zweifache CART-Champion Alex Zanardi, der beide Beine verloren hat, startet in der Tourenwagen-WM.
(apa)
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