Mittwoch, 6. April 2005

Eishockey: Vienna Capitals wollen endlich den Heimfluch der Finalserie beenden

  • "Caps"-Coach Boni fordert gegen KAC mehr Geduld
  • UMFRAGE: Wer wird Österreichs Eishockey-Meister?

Von Heimvorteil kann in der Finalserie der Erste Bank Eishockey Liga keine Rede sein. Am Dienstag schafften die Vienna Capitals in Klagenfurt gegen den KAC einen 5:4-Erfolg nach Penaltyschießen und glichen damit in der "best of seven"-Serie auf 2:2 aus. Nach dem vierten Auswärtssieg im vierten Spiel wollen die Capitals am Donnerstag (19:15 Uhr) in der Albert-Schultz-Halle endlich den "Heimfluch" verjagen und vor eigenem Publikum die Weichen auf den ersten Meistertitel eines Wiener Klubs seit 1962 stellen.

Die Gründe für die ständigen Heimpleiten sind für KAC-Trainer Mats Waltin in Kleinigkeiten zu finden. "Man denkt vielleicht auswärts weniger nach. Zu Hause spekuliert und riskiert man ein bisschen mehr. Dann ist es gefährlich, wenn die Spieler ihre Positionen verlassen. Wir hatten die Möglichkeiten, die Partie zu gewinnen, unsere Chancen aber nicht genützt", meinte der Schwede.

In einer hochklassigen, fast drei Stunden dauernden Partie holten die Klagenfurter drei Mal einen Rückstand auf, im Penalty-Schießen wurden aber Wren und Chyzowski bzw. Caps-Torhüter Chabot, der ohne Gegentreffer blieb, zu den Matchwinnern. Und das zwei Tage nach dem 0:5-Heimdebakel. "Nach dem rabenschwarzen Tag haben wir Charakter bewiesen. Aber es ist nur ein Sieg. Es könnte jedenfalls kein tolleres Finale geben", meinte Capitals-Coach Jim Boni.


Begeistert und freizügig gab sich ob der Leistung auch Caps-Präsident Hans Schmid. Spontan versprach er nach dem Sieg in der Kabine 2.000 Euro für die Mannschaftskasse. "Es ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen", freute er sich.

Nun wollen die als Nummer eins ins Playoff gegangenen Capitals am Donnerstag erstmals in der Finalserie in Führung gehen. Boni fordert dafür mehr Geduld. "Wir müssen aggressiver spielen, aber nicht unbedingt offensiver. Wir müssen, so wie es der KAC tut, auf die Fehler des Gegners warten", lautet sein Erfolgskonzept.

(apa/red)

6.4.2005 11:45