Freitag, 8. April 2005

Eishockey-Finale: KAC fehlt nach 3:1-Erfolg
in Wien nur noch ein Sieg zum Titelgewinn

  • Klagenfurter prolongierten Serie von Auswärtssiegen
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Die Finalserie der Erste Bank Eishockey Liga ist weiter fest in der Hand der Auswärtsteams. Am Donnerstag gewann die Gastmannschaft auch das fünfte Spiel der "best of seven"-Serie. Der KAC besiegte die Vienna Capitals in Wien mit 3:1 und hat nun am Sonntag (18:00) in Klagenfurt die Chance, sich den 29. Meistertitel zu sichern. Dafür muss der Titelverteidiger aber den "Heimfluch" beenden.

Zumindest zwei Tore haben die Capitals im Grunddurchgang in jedem Heimspiel erzielt, doch im Finale hat die offensivstärkste Mannschaft der Liga vor eigenem Publikum Ladehemmung. Zwei Tore in 180 Minuten sind die magere Bilanz. Am Donnerstag hielt NHL-Torhüter Dany Cloutier seinen Kasten 43 Minuten lang sauber, ehe er mit einer Leistenverletzung vom Eis musste. Sein Ersatz Hannes Enzenhofer gab sich nur einmal geschlagen (Kalt 58.), doch Iob schlug nach schwerem Werenka-Fehler postwendend zum 3:1-Endstand zurück.

Cloutier fällt aus
Die Hoffnungen der Klagenfurter, dass Torhüter Dan Cloutier am Sonntag wieder fit ist, erfüllten sich nicht. Eine von Teamarzt Günther Bachler vorgenommene Untersuchung am Freitag Vormittag ergab, dass Cloutier nicht eingesetzt werden kann.

Der KAC entschloss sich daher, dessen Vorgänger Andrew Verner zu reaktivieren. Der Kanadier hat seit Anfang Jänner kein Spiel mehr bestritten, nachdem im Spiel gegen die Capitals (4:5) im ersten Drittel eine alte Leistenverletzung, die ihn schon im November und Dezember zu einer Pause gezwungen hatte, wieder akut geworden war. Verner, der mit einer Fangquote von 93,61 Prozent unverändert die beste Statistik der Liga (vor Cloutier/92,35) hat, ist seit einiger Zeit bereits wieder im Training.

Das erhofft Trainer Mats Waltin von der ganzen Mannschaft. Eine entscheidende siebente Partie am Dienstag in Wien will sich der Schwede ersparen. "Ich will nicht mehr nach Wien kommen. Am Sonntag soll es vorbei sein, es ist Zeit für den ersten Heimsieg. Die Spieler sollen sich nicht vorstellen, dass sie in Wien spielen. Sie sollen überhaupt nicht denken", sagt Waltin.

Während der KAC also voraussichtlich in Bestbesetzung spielen kann, werden bei den Capitals mit Stürmerstar Bob Wren (Knöchelverletzung) und Teamverteidger Philippe Lakos (Schulterverletzung) wohl zwei Leistungsträger fehlen. Caps-Präsident Hans Schmid hofft dennoch, dass die Auswärtsserie weiter anhält: "Der Heimfluch hat auch am Sonntag zu gelten. Das verlange ich vom Fluch."

Vienna Capitals - KAC 1:3 (0:0,0:2,1:1)
Wien, Albert Schultz-Halle, 4.500, SR Schiffauer
Tore: Kalt (58.) bzw. Viveiros (31./PP), Siklenka (35.), Iob (59./empty net)
Strafminuten: 18 bzw. 12

Stand in der Serie: 3:2 für KAC
Bisherige Spiele: 1:2 (in Wien), 2:1 (Klagenfurt), 0:5 (Wien), 5:4 (n.P. in Klagenfurt)

(apa/red)

8.4.2005 15:17