Dienstag, 5. April 2005

"Im Finale gibt es keine Schönspielerei": KAC will Vorentscheidung in Klagenfurt

  • Coach Waltin warnt: "Sind wir nicht bereit, verlieren wir"
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Mit einem klaren 5:0-Auswärtserfolg hat der KAC am Sonntagabend bei den Vienna Capitals in der "best-of-seven"-Finalserie der Erste Bank Eishockey Liga auf 2:1 gestellt. Trotz des klaren Ergebnisses beim dritten Auswärtssieg im dritten Spiel der Endspielreihe, treten die Kärntner vor dem heutigen Duell Nummer vier in Klagenfurt auf die Euphoriebremse. In Wien will man dem 0:5 auch nicht zu viel Bedeutung beimessen.

Die Teams sind sich einig: Das Sonntag-Spiel muss schnell abgehakt werden. Zwar haben die Capitals schon ein Mal eine Heim-Niederlage mit einem Auswärtssieg ausgeglichen, doch der Rekordmeister hat nun doch einen Vorteil. Schaffen die Klagenfurter den ersten Heimsieg, dann haben sie zwei "Matchbälle" am Donnerstag in Wien oder Sonntag wieder vor eigenem Publikum.

Das dritte Match war nicht von jener Intensität wie die ersten beiden Begegnungen, KAC-Trainer Mats Waltin hat dafür eine einfache Erklärung. "Es ist in einer best-of-seven-Serie unmöglich, dass jedes Spiel mit hundert Prozent gespielt wird. Daher kommt es zu solchen Partien, die dahingehend abfallen. Die Wiener haben vorsichtiger gespielt. Beide Mannschaften haben im ersten Drittel versucht, die Positionen zu kontrollieren. Wir haben uns im zweiten Drittel durch die Tore Selbstvertrauen geholt."

"Sind wir nicht bereit, verlieren wir"
Übertriebenen Optimismus ob des glatten Siegs in Wien hält er aber für unangebracht. "Sind wir nicht bereit, verlieren wir. Ich habe großen Respekt vor den Caps." Philippe-Michael Horsky sieht es ganz ähnlich wie sein Trainer. "Es war ein wichtiger Sieg, aber wir müssen auf dem Boden bleiben und das Match abhaken. Am Dienstag erwartet uns wieder ein ganz anderes Spiel."

Heimo Lindner, am Sonntag Schütze zum 3:0 für den Titelverteidiger, gab sich, nach den Gründen für den starken KAC befragt, kryptisch: "Wir haben ein paar Gründe, aber bevor die Saison nicht aus ist, werden wir diese nicht preisgeben." Und: Sein Team habe im Grunddurchgang das wahre Potenzial noch nicht ausgespielt. Auf der anderen Seite wollte man die Schlappe möglichst schnell vergessen.

"Im Finale gibt es keine Schönspielerei"
Dieter Kalt, Capitals- und Nationalteam-Kapitän, hakte das 0:5 gleich ab. "Wir haben zu viele Bullys verloren und müssen einfach über 60 Minuten härter arbeiten. Im Finale gibt es keine Schönspielerei", fand der Kärntner im Wiener Dress klare Worte. Die Höhe des Resultats sei eigentlich egal, beim KAC habe einfach alles gepasst. Sein Coach Jim Boni sah am Sonntag einen "bissigeren und zweikampfstärkeren" Gegner, daher habe der KAC auch verdient gewonnen.

"Im Finale muss man einfach mehr Zweikämpfe gewinnen, man muss hart und stabil spielen", so Boni, der seinem Team für Dienstag mehr Drang zum Tor empfiehlt. "Jetzt geht es um alles", meinte er. (apa/red)

5.4.2005 11:07