Olympia 2014: Wallner bewertet Salzburg-Volksbefragung als "insgesamt positiv"
- Der ÖOC-Präsident ortet allerdings ein Info-Defizit
- Plus: 60% der Salzburger stimmen für Bewerbung
ÖOC-Präsident Leo Wallner hat das Ergebnis der Salzburger Volksbefragung zur Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2014 als "insgesamt positiv" bezeichnet. Landesweit hatten 60 Prozent für eine Bewerbung Salzburgs gestimmt. Allerdings war die Wahlbeteiligung mit 19 Prozent sehr niedrig gewesen. In der Stadt Salzburg, wo 61 Prozent mit "Nein" gestimmt hatten, läuft noch bis Samstag eine zusätzliche Bürgerbefragung, ob sich die Stadt Salzburg um die Winterspiele bewerben soll.
Wallner merkte an, dass wegen des schönen Wetters viele Menschen - vor allem die Jüngeren - am Sonntag die Freizeitangebote genützt hätten und deshalb die Beteiligung eher gering gewesen sei. Wichtig sei, die Bevölkerung intensiv darüber zu informieren, welchen Wert Olympische Spiele für Stadt und Land hätten.
Wallner dazu: "Ich habe selbst bei Gesprächen mit den Leuten auf der Straße mitbekommen, dass sie nicht richtig informiert sind und glauben, dass wegen Olympia Sozialleistungen gekürzt werden. Dabei sind die infrastrukturellen Investitionen so groß, dass man durch Olympia viel mehr bekommt, Verkehrsprobleme dadurch leichter zu lösen sind. Man muss klar machen, dass Salzburg durch Olympia Begünstigter und nicht Benachteiligter ist."
Wallner wies auch darauf hin, dass die Kosten für die Werbung derzeit nicht besonders hoch seien im Vergleich zu dem, was damit erreicht werde. "Der Bekanntheitsgrad, den Stadt und Land damit erreichen, ist enorm." Schon früher hatte Wallner darauf verwiesen, dass bei einer Vergabe der Sommerspiele 2012 nach Europa Salzburg für die darauf folgenden Winterspiele enorm hohe Chancen habe.
Nun wird mit Spannung der Ausgang der Bürgerbefragung abgewartet. Ende März hatte Wallner gesagt, dass alles mit der Volksbefragung stehe oder falle, bei einem negativen Ausgang Diskussionen innerhalb des ÖOC nicht auszuschließen seien. Ob das ÖOC deshalb bei einem insgesamt negativen Ausgang wieder auf Innsbruck als Olympia-Kandidaten zurückgreifen werde, wollte Wallner am Montag nicht beantworten. "Wenn die Salzburger Bevölkerung aber eher Desinteresse zeigt, ist das für den internationalen Verkauf natürlich nicht so gut."
Man werde aber jetzt keine voreiligen Schlüsse ziehen. Wallner: "Das Ergebnis wird interessant, ist aber nicht unbedingt bindend." Man müsse sich die Ergebnisse sehr detailliert ansehen.
(apa)
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