Jörg Haider im "profil"-Interview: Schüssel
über BZÖ-Gründung "laufend informiert"
- BZÖ-Chef schließt Wechsel ins Vizekanzleramt aus
- FP-Schulden nicht von neuem Bündnis übernommen
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Die Sozialdemokraten liegen vor der Volkspartei!
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Regierung in Krise
UMFRAGE: Sind Sie für vorgezogene Neuwahlen?
In einem Inteview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" bestätigt Landeshauptmann Jörg Haider, das Kanzler Wolfgang Schüssel in die Gründung des BZÖ eingebunden war: "Ja, er war laufend informiert." Von Neuwahlen sei bei diesen Gesprächen nie die Rede gewesen. Vizekanzler wolle er, Haider, nicht werden: "Ich will's mir ja nicht verschlechtern."
Den Schulterschluss mit Heinz-Christian Strache habe er, Haider, sehr wohl gesucht, aber dieser hätte seine Aktivitäten gegen Parteiobfrau Ursula Haubner nicht eingestellt und nicht kalmierend auf EU-Abgeordneten Andreas Mölzer eingewirkt. Haider: "Im privaten Gespräch mit mir hatte Strache immer Verständnis dafür, das Mölzer Fehler macht." In der FPÖ habe es leider Funktionäre gegeben, die "nicht in der Lage waren, stolz auf die eigene Leistung zu sein".
Die Schulden der FPÖ werde das BZÖ nicht übernehmen. "Der FPÖ bleibt die Parteienfinanzierung erhalten, wir werden ihr auch die Parteiakademie überlassen. Das ist mehr als an Schulden da ist", so der Kärntner Landeshauptmann im "profil"-Interview.
Wenig überrascht zeigt sich Haider über die Kür Alois Hubers zum neuen Obmann der Kärntner FPÖ alt: "Er ist mir schließlich schon in meiner vielleicht wichtigsten Wahl - der Kärntner Landtagswahl 2004 - in den Rücken gefallen und hat sich in einem ORF-Interview gegen mich als Landeshauptmann ausgesprochen."
Über mögliche Neuzugänge zum BZÖ, kolporiert werden Peter Westenthaler oder Mathias Reichhold, meint Haider gegenüber "profil" kryptisch: "Sagen wir es einmal etwas wolkig: Es gibt einige, die wieder dabei sein werden." (apa)
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