Donnerstag, 7. April 2005

Strache spricht sich für Neuwahlen aus: Schüssel solle nicht das BZÖ unterstützen

  • Wiener FP-Chef schließt Doppelmitgliedschaften aus
  • Strache: "Man kann nicht zwei Herrn gleichzeitig dienen"

Für den Wiener Landeschef und künftigen Bundesparteiobmann der FPÖ, Heinz-Christian Strache, ist der Klärungsprozess, auf welcher Seite die einzelnen Abgeordneten des Parlamentsklubs nach der BZÖ-Abspaltung stehen, noch nicht abgeschlossen. "Es kann nicht sein, dass man zwei Parteien angehört", so Strache Mittwochabend in der ZiB 2. "Man kann nicht zwei Herrn gleichzeitig dienen." Klar äußerte sich Strache auch zur Frage nach Neuwahlen.

Schüssel solle nicht das BZÖ unterstützen, sondern Klarheit schaffen, indem er Neuwahlen ausrufe.

Strache kündigte an, dass jeder, der zum BZÖ von Jörg Haider beitritt, seine Mitgliedschaft in der FPÖ verliert. Das werde die neue Parteispitze klarstellen.

Was die Parteischulden betrifft, berichtete Strache, dass die Finanzen der FPÖ derzeit einer eingehenden Wirtschaftsprüfung unterzogen werden. Die Schulden müssten jene übernehmen, die sie versucht hätten, also die frühere Parteiführung. Das werde auch rechtlich geprüft. (apa/red)

7.4.2005 09:00