Dienstag, 5. April 2005

Aktuelle Umfrage ergab: Österreicher geben BZÖ größere Chancen als der FPÖ!

  • 23 Prozent glauben an Vorteil des BZÖ gegenüber FPÖ
  • Für vorgezogene Neuwahlen gibt es keine Mehrheit

Die Österreicher geben dem neu ins Leben gerufenen "Bündnis für die Zukunft Österreichs" (BZÖ) offenbar größere Chancen als der FPÖ. Das zeigt eine Gallup-Umfrage vom Dienstag, die der APA vorliegt. 23 Prozent der Befragten glauben, dass das BZÖ beim Wähler größere Chancen hätte, 14 Prozent gaben die FPÖ an. Für vorgezogene Neuwahlen gibt es keine Mehrheit.

15 Prozent sehen bei beiden Parteien die gleichen Chancen und der größte Teil, nämlich 43 Prozent, glaubt, dass keine der beiden akzeptiert würde. Auch bei der Frage nach den Chefs der beiden freiheitlichen Parteien zeigen sich Vorteile für das BZÖ. 56 Prozent der Befragten räumten dem Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider, der die Führung des BZÖ übernehmen soll, in Zukunft größere Chancen ein. 33 Prozent glauben an den designierten FPÖ-Chef Strache.

Grundsätzlich wählbar ist das BZÖ für immerhin 18 Prozent. 79 Prozent halten das Bündnis für nicht wählbar. Der Bekanntheitsgrad war am ersten Tag nach der Präsentation bereits beachtlich. 94 Prozent gaben an, von der Abspaltung des BZÖ aus der FPÖ bereits gehört zu haben.

SPÖ profitiert am meisten von der Spaltung
Was die anderen Parteien betrifft, so glauben die Österreicher, dass die SPÖ am stärksten von der Spaltung profitieren wird. 39 Prozent tippten auf die Sozialdemokraten, 20 Prozent auf die ÖVP und neun Prozent auf die Grünen. Dass alle Parteien gleich profitieren glauben 27 Prozent.

Für vorverlegte Neuwahlen sprachen sich 43 Prozent der Befragten aus. 53 Prozent lehnen einen vorgezogenen Urnengang ab.

Im Rahmen der repräsentativen Umfrage wurden 300 Telefoninterviews mit Österreichern über 18 durchgeführt. (apa)

5.4.2005 18:35