Termin für Wahl des neuen Papstes fixiert:
Das Konklave wird am 18. April beginnen!
- Bruch mit Traditionen bei Wahl des nächsten Pontifex
- 117 Kardinäle sind wahlberechtigt - Auch Schönborn
·So funktioniert
das "Konklave"!
Geheime Wahl des neuen Papstes genau geregelt
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Johannes Paul II. war von
1978 bis 2005 im Amt
·Diese Kardinäle wählten den Papst
115 von 183 Kardinälen waren wahlberechtigt
Das Konklave zur Wahl eines neuen Papstes beginnt am 18. April um 16.30 Uhr mit dem Einzug der Kardinäle von der Benediktionsaula in die Sixtinische Kapelle. Das teilte Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls am Donnerstag nach der fünften Generalkongregation der Kardinäle mit. An dieser Sitzung nahmen 140 Kardinäle teil. Unter ihnen auch der österreichische Kardinal Christoph Schönborn.
Die "Messe zur Wahl eines Papstes" findet am Vormittag vor Konklavebeginn um 10 Uhr im Petersdom statt. Der Einzug in die Sixtina am Nachmittag erfolgt von der Benediktionsaula aus und nicht wie üblich von der Capella Paolina, die derzeit restauriert wird. Die erste Ansprache nach Einzug der Kardinäle ins Konklave halten der italienische Kapuziner-Petar Raniero Cantalamessa und der tschechische Jesuiten-Kardinal Tomas Spidlik.
Der Empfang für das Diplomatische Corps, bei dem die beim Heiligen Stuhl akkreditierten Botschafter den Kardinälen zum Ableben von Johannes Pauls II. kondolieren können, wurde für den 13. April um 10.00 Uhr im Atrium der vatikanischen Audienzhalle angesetzt.
117 Kardinäle Wahlberechtigt
Wahlberechtigt sind die 117 unter 80 Jahre alten Kardinäle. Da der philippinische Erzbischof aber zu krank ist, um nach Rom zu fliegen, werden wohl nur 116 Kardinäle einen Papst wählen können - unter ihnen auch der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn. Sie versammeln sich abgeschottet von allen Außenkontakten im Vatikan und verpflichten sich zur Geheimhaltung.
In der Sixtinischen Kapelle finden jeden Vormittag und jeden Nachmittag zwei Wahlgänge statt, bis ein Kandidat die erforderliche Zweidrittelmehrheit erhält. Wenn dies auch nach 30 Wahlgängen - in etwa zwölf Tagen - nicht möglich ist, reicht die absolute Mehrheit.
Bruch mit den Traditionen
Der Vatikan bereitet sich auf eine Papst-Wahl vor, die in einigen Punkten von den Traditionen abweicht. Erstmals in der Geschichte des Papsttums müssen sich die Kardinäle, die den Nachfolger des verstorbenen Johannes Paul II. wählen, nicht an einem einzigen Ort im Vatikan aufhalten, sondern dürfen sich frei im gesamten Kirchenstaat bewegen, teilte der für päpstliche Liturgien zuständige Bischof Piero Marini am Dienstag in Rom mit.
Die Mitglieder des Konklaves dürfen sich frei zwischen ihrer Unterkunft im Gästehaus Santa Martha, den Kapellen, in denen sie ihre Messen feiern, und der Sixtinischen Kapelle bewegen, in der die Abstimmung stattfindet. Kontakt zur Außenwelt bleibt jedoch strikt verboten. Die Kardinäle dürfen kein Handy benutzen, Zeitungen lesen oder fern sehen. Ab kommenden Donnerstag wird die Sixtinische Kapelle gesperrt, weil sie im Hinblick auf das Konklave vorbereitet werden muss.
(apa/red)
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