Freitag, 8. April 2005

Prozedere: Namenswahl des neuen Papstes ist allein dessen Entscheidung

  • Theoretisch wäre auch "Kevin I." mögliche Variante

Die Namenswahl eines neuen Papstes ist ganz allein seine persönliche Entscheidung. "Er könnte sich theoretisch auch Kevin I. nennen", sagte Professor Klaus Lüdicke, Direktor des Instituts für Kanonisches Recht an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster.

"Kevin" ist demnach theoretisch nicht ausgeschlossen, aber in der Praxis doch unwahrscheinlich. Jeder Pontifex wolle mit seinem Namen etwas signalisieren, der Name sei Programm, sagte der Kirchenrechtler. Papst Johannes Paul II. habe sich mit seiner Namenswahl gleich zwei Patrone für sein Wirken ausgesucht.

Die Tradition, einen anderen als seinen eigenen Taufnamen zu übernehmen, geht auf Johannes II. (533-535) zurück. Sein bürgerlicher Name Mercurius war nämlich heidnisch und schien damit nicht für ein Kirchenoberhaupt geeignet.

8.4.2005 13:10