"Es spricht viel dafür": Nächster Papst
soll aus Mittel- oder Südamerika kommen
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Nach dem Tod von Johannes Paul II. rückt die Frage nach einem Nachfolger immer mehr in den Mittelpunkt. Der puertoricanische Kardinal Luis Aponte Martinez hält es für wahrscheinlich, dass ein Lateinamerikaner zum 266. Pontifex der Geschichte gewählt wird. Es spreche viel dafür, dass ein Kandidat aus Mittel- oder Südamerika die Nachfolge des Verstorbenen antreten werde, sagte Martinez.
Martinez selbst hat bei der Wahl des neuen Papstes kein Stimmrecht, weil er über 80 Jahre alt ist. Das so genannte Konklave zur Papstwahl beginnt frühestens in zwei Wochen. Unter dem guten Dutzend Geistlichen, denen besonders gute Chancen eingeräumt werden, sind zwei Lateinamerikaner:
Der Erzbischof der brasilianischen Metropole Sao Paulo, Claudio Hummes, und der Erzbischof der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa, Oscar Andres Rodriguez Maradiaga. Hummes ist 70, Rodriguez Maradiaga 62 Jahre alt. Die Hälfte der rund eine Milliarde Katholiken weltweit lebt in Lateinamerika.
Hälfte der Katholiken lebt in Lateinamerika
Nach dem puertoricanischen Kardinal Luis Aponte Martinez sprach sich auch Kardinal Nicolas de Jesus Lopez Rodriguez aus der Dominikanischen Republik indirekt für einen lateinamerikanischen Papst aus. Er verwies darauf, dass die Hälfte der eine Milliarde Katholiken weltweit in Lateinamerika lebt.
"Wer immer gewählt wird, sollte sein Augenmerk besonders auf diesen Kontinent richten." Lopez Rodriguez ist anders als Martinez, der über 80 Jahre alt ist, einer der 117 wahlberechtigten Kardinäle beim Konklave, unter denen sich auch der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn befindet.
(apa/red)
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