Erfolg für norwegische Polizei: Räuber von Munch-Bildern wurde festgenommen!
- Keine Spur von Gemälden - zwei Täter noch flüchtig
Die norwegische Polizei hat am Dienstag einen Mann wegen Verdachts auf Raub der weltberühmten Bilder "Der Schrei" und "Madonna" von Evard Munch (1866-1944) festgenommen. Er soll einer der drei Kunsträuber gewesen sein, die im letzten August vor zahlreichen Besuchern des Osloer Munch-Museums beide Gemälde in ihre Gewalt gebracht hatten. Der Mann ist wegen eines anderen Raubes verurteilt und sitzt derzeit in Haft.
Seit der vergangenen Woche ist ein 37 Jahre alter Norweger wegen Verdachts auf Beihilfe inhaftiert. Er soll das Fluchtauto für den spektakulären Kunstraub gestellt haben.
Nach dieser ersten Festnahme erklärten Kriminalbeamte, sie seien nun optimistisch, die beiden 1893 und 1894 entstandenen Gemälde bald sicherstellen zu können. Einen entscheidenden Durchbruch hatte offenbar die Festnahme des seit einem Jahr meistgesuchten Norwegers David Toska im spanischen Malaga gebracht. Er soll das Haupt einer Gangsterbande sein, die bei einem Raubüberfall in Stavanger im vergangenen April umgerechnet fast zehn Millionen Euro erbeutet und auf der Flucht einen Polizisten erschossen hatte. Die bereits seit längerem von der Polizei wegen des Munch-Diebstahls observierten Verdächtigen gehören ausnahmslos zum kriminellen Bekanntenkreis von Toska.
Nach offiziell unbestätigten Angaben soll der Kunstraub vor allem ausgeführt worden sein, um die Fahndung im Zusammenhang mit dem Raubüberfall und dem Mord in Stavanger zu blockieren. Für die beiden Munch-Bilder mit einem geschätzten Wert von mindestens 55 Millionen Euro wurde nie eine Lösegeld gefordert. (apa/red)
