Rind in Bayern erkrankt: Bisher einmaliger BSE-Fall in Deutschland alarmiert Behörden
- Erster deutscher Fall nach Tiermehlfütterungsverbot
Ein bisher einmaliger BSE-Fall in Deutschland hat die Behörden alarmiert. Experten begannen am Donnerstag mit epidemiologischen Untersuchungen, nach dem in Bayern erstmals ein nach dem Tiermehlverfütterungsverbot geborenes Rind an BSE erkrankt war.
Zu den sofort nach der BSE-Diagnose eingeleiteten Maßnahmen gehören nach Angaben des bayerischen Verbraucherschutzministers Werner Schnappauf (CSU) die Überprüfung des betroffenen Tierbestandes, der Fütterungspraxis und der eingesetzten Futtermittel. Außerdem sollen andere Tiere erfasst und deren Fütterung überprüft werden.
Mit dem am 28. Mai 2001 in Schwaben geborenen Rind war erstmals nach der Schweiz und Großbritannien auch in Deutschland ein Tier an BSE erkrankt, das nach dem Tiermehlverfütterungsverbot vom Dezember 2000 zur Welt kam. Nach derzeitigen Erkenntnissen könne nicht ausgeschlossen werden, dass ein Rind auch noch 2001 über Spurenkontamination der Futtermittel mit tierischem Protein mit dem BSE-Erreger infiziert wurde, berichtete das Verbraucherschutzministerium. Der BSE-Fall ist der insgesamt 134. in Bayern.
(apa/red)
