Bomben-Attentate, Kämpfe mit Rebellen, Entführungen: Irak kommt nicht zur Ruhe
- US-Soldaten bei Kämpfen mit Aufständischen getötet
- Irakischer General entführt. Häftlingsaufstand in Bucca
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50 Rebellen verletzt
Aufständische setzten Granaten & Raketen ein
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Al Hassani unter Sunniten aber umstritten
Bei Kämpfen mit Dutzenden von Aufständischen östlich von Bagdad sind mindestens zwei US-Armeeangehörige und ein irakischer Soldat ums Leben gekommen. Unbekannte haben am Dienstag in Bagdad einen irakischen General entführt. In der Hauptstadt wurde nach Militärangaben bei einem Autobombenanschlag ein US-Soldat getötet. Durch die Explosion eines Sprengsatzes in der Nähe eines US-Konvois im Süden der Hauptstadt wurden vier Zivilisten verletzt. Bei einem Häftlingsaufstand im größten US-geführten Gefängnis im Irak sind nach US-Armeeangaben sechzehn Menschen verletzt worden.
Wie das US-Militär am Dienstag mitteilte, wurden die amerikanischen und irakischen Soldaten am Montag angegriffen, nachdem irakische Truppen die östliche Provinz Diala nach Waffenlagern von Aufständischen durchsucht hatten. Bei der Suchaktion seien "Dutzende von Terroristen" aufgespürt worden. Dann sei es zu Kampfhandlungen gekommen. US-Truppen seien daraufhin mit Unterstützung der Luftwaffe angerückt. Erst am vergangenen Samstag waren US-Truppen in einen gut eine Stunde dauernden Angriff auf das Abu-Ghraib-Gefängnis bei Bagdad verwickelt. Dabei wurden 40 Soldaten und zwölf Häftlinge verletzt.
Brigadegeneral Saleh aus Auto entführt
Brigadegeneral Jalal Mohammed Saleh sei am Morgen im Westen Bagdads aus seinen Auto gezerrt worden, teilte die Polizei mit. Saleh ist Kommandant einer Spezialeinheit, die als eine der ersten des neu formierten Heeres mit gepanzerten Fahrzeugen ausgestattet ist.
Häftlingsaufstand im Camp Bucca
In dem Lager Camp Bucca im Süd-Irak hätten sich die Häftlinge gegen eine Verlegung aufsässiger Insassen in ein anderes Lager gewehrt, hieß es am Dienstag. Dabei setzten einige Gefangene ihre Zelte in Brand und warfen mit Steinen. Der Aufstand habe sich bereits am vergangenen Freitag ereignet. "Die Unruhen wurden unter Kontrolle gebracht, ohne dass die vier Wachleute und zwölf Insassen größere Verletzungen erlitten hätten", hieß es in der Erklärung der Armee. Im vergangenen Monat hatten Gefängnisaufseher im Lager Camp Bucca zwei Fluchttunnel entdeckt, die Häftlinge gegraben hatten. Einer der beiden Tunnel reichte bereits unter den äußeren Begrenzungszaun der Anlage hindurch.
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) teilte mit, es werde die US-Armee zu einer Untersuchung der Meuterei in Camp Bucca auffordern. Bei einem früheren Häftlingsaufstand waren dort am 31. Jänner vier Insassen getötet worden. In dem Gefängnis sind nach US-Angaben 6054 Gefangene inhaftiert.
Bakuba: Dolmetscherin schwer verletzt
In Bakuba wurde eine Dolmetscherin der Provinzpolizei von Diala schwer verletzt, als Unbekannte das Feuer auf ihr Fahrzeug eröffneten. Der Vater der jungen Frau wurde nach ärztlichen Angaben bei dem Anschlag getötet. (apa)
