Dienstag, 5. April 2005

Schlag gegen Terror: Zwei Extremisten-Anführer in Saudiarabien erschossen

  • Einer der Getöteten in Madrid-Anschläge involviert?
  • Gezieltes Vorgehen gegen moslemische Extremisten

Saudiarabische Sicherheitskräfte haben nach einem Fernsehbericht zwei der meistgesuchten Extremisten in dem Golfstaat erschossen. Einer der beiden Männer sei der mutmaßliche Drahtzieher des Selbstmordanschlags in Casablanca im Mai 2003 und werde auch mit den Anschlägen von Madrid im vergangenen Jahr in Verbindung gebracht, berichtete der Sender al-Arabiya am Dienstag. Die beiden Militanten seien in einem heftigen Feuergefecht in Al-Ras im Norden des Landes getötet worden.

Saudiarabien geht seit einiger Zeit vehement gegen moslemische Extremisten vor. In den vergangenen zwei Jahren wurden bei Anschlägen und Gefechten mindestens 90 Zivilisten und 39 Sicherheitskräfte getötet. In diesem Zeitraum tötete die saudiarabische Polizei mehr als 90 Extremisten.

Bei dem Anschlag im marokkanischen Casablanca waren 45 Menschen getötet worden. In Madrid kamen am 11. März 2004 fast 200 Menschen bei Anschlägen auf Pendlerzüge ums Leben. (apa)

5.4.2005 10:10