Schießerei in Riad: 8 Moslemextremisten getötet, 15 Polizisten teils schwer verletzt
- Sicherheitskräfte umstellten Unterkunft der Gruppe
- Kämpfe sind am nächsten Tag erneut aufgeflammt
Nach dem blutigen Gefecht vom Vortag sind die Kämpfe zwischen Polizisten und Extremisten in der saudiarabischen Provinz Al-Kasim am Montag wieder aufgeflammt. Bei dem Einsatz im Norden des Landes haben Sicherheitskräfte insgesamt acht bewaffnete Männer getötet und einen weiteren verletzt. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte am Montag, der Einsatz dauere noch an. Er könne die Zahl der Todesopfer, die von Sicherheitsvertretern genannt worden war, nicht bestätigen. Die Sicherheitskräfte belagerten in Al-Ras seit Sonntag früh ein Viertel, in dem sich Regierungsvertretern zufolge Terroristen verschanzt halten.
Zu dem Feuergefecht in der Nähe einer Schule war es am Sonntag in der Ortschaft Al-Rass rund 350 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Riad gekommen, als Polizisten die Terrorverdächtigen festnehmen wollten. Die Sicherheitskräfte hatten einen Belagerungsring um ein Versteck der Männer gezogen. Augenzeugen in Al-Ras sagten, auch Montag früh seien weitere Schusswechsel aus dem abgesperrten Gebiet zu hören gewesen. Dem Innenministerium zufolge warfen die Extremisten unter anderem Handgranaten auf die Sicherheitskräfte.
Saudiarabien geht seit einiger vehement gegen Anhänger der Extremisten- Organisation Al Kaida vor. In den Zeit vergangenen zwei Jahren wurden bei Anschlägen und Gefechten mindestens 90 Zivilisten und 39 Polizisten getötet. In diesem Zeitraum töteten Sicherheitskräfte mehr als 90 Militante. Die Provinz Al-Kasim gilt als Hochburg der Extremisten.(apa/red)
