SPÖ kämpft um die Hauptstadt: Bregenzer ÖVP Bürgermeister Linhart in Stichwahl
- Kopf an Kopf-Rennen mit Herausforderer Ritsch
- Stichwahlen zwischen FPÖ und ÖVP in Lustenau
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In Lustenau wird es zu einer Stichwahl kommen
In Bregenz wird sich erst in 14 Tagen entscheiden, wer in den kommenden fünf Jahren Bürgermeister der Landeshauptstadt sein wird. Das amtierende Stadtoberhaupt Markus Linhart von der ÖVP hat laut vorläufigem Ergebnis sowohl in der Stadtvertretung die absolute Mehrheit verloren als auch in der Bürgermeister-Direktwahl die notwendigen 50 Prozent klar verfehlt. Herausforderer Michael Ritsch konnte deutliche Zugewinne für die SPÖ einfahren und geht in die Stichwahl gegen Linhart.
Für die Volkspartei positiver ist der Urnengang in Hohenems verlaufen. Mit einer auch für Insider überraschender Deutlichkeit hat Richard Amann (V) bei seinem ersten Antreten sowohl für sich in der Bürgermeister-Direktwahl als auch für die ÖVP die absolute Mehrheit geholt. Amann, der erst im Herbst 2004 das Bürgermeisteramt als Quereinsteiger übernommen hatte, erzielte eine Zustimmung von 65,45 Prozent, die ÖVP steigerte sich unter seiner Führung von 50,4 auf 54,6 Prozent.
"Ich bin sehr zufrieden", versicherte Amann deshalb sichtlich locker gegenüber der APA: "Es ist schon ungewöhnlich, wenn Fremde über deinen Beruf abstimmen", sagte der vormalige Baumanager. Amann war nach heftigen innerparteilichen Streitereien zwischen seinem Vorgänger Christian Niederstätter und dessen Vizebürgermeister Kurt Raos als Kompromisskandidat von der Volkspartei an die Spitze geholt worden.
Gutes Abschneiden der FPÖ in Hohenems
Überraschend auch das verhältnismäßig gute Abschneiden der Freiheitlichen in Hohenems, der Wohnsitzgemeinde von FPÖ-Landesparteichef Dieter Egger: Sie verloren nur drei Prozentpunkte und damit deutlich weniger als im Landesdurchschnitt.
Neben der ÖVP konnten auch die Grünen etwas zulegen: Sie verbesserten sich von 5,0 auf 7,1 Prozent, während die anderen Parteien und Listen nur unmaßgebliche Zuwächse bzw. Verluste verzeichneten.
Lustenaus FPÖ-Bürgermeister muss in Stichwahl
In Lustenau, der größten Marktgemeinde Österreichs, kommt es in zwei Wochen zur Stichwahl zwischen FPÖ-Bürgermeister Hans-Dieter Grabher und ÖVP-Kandidat Kurt Fischer um das Amt des Gemeindeoberhaupts. Am Sonntag erreichte Grabher bei der Bürgermeisterdirektwahl 45,8 Prozent der Stimmen, ÖVP-Widersacher Kurt Fischer verbuchte 38,8 Prozent für sich. Vizebürgermeister Bernd Bösch (G) musste sich mit 10,6 Prozent zufrieden geben.
Grabher musste bereits vor fünf Jahren - damals völlig überraschend - in die Stichwahl. Damals setzte er sich gegen ÖVP-Spitzenkandidat Roland Gozzi durch. Lustenau wird bereits seit 1960 von einem freiheitlichen Bürgermeister regiert.
Seit 1965 ist die FPÖ in der Rheingemeinde auch stärkste Kraft und sie bleibt dies auch weiterhin. Mit 40,4 Prozent der Stimmen (2000: 41,6 Prozent) hielt die FPÖ die ÖVP mit 37,2 Prozent (2000: 33,3 Prozent) hinter sich. Wahlverlierer in Lustenau sind die Grünen mit einem Verlust von rund fünf Prozentpunkten auf 13,1 Prozent (2000: 18,2 Prozent). Die SPÖ legte mit 6,5 Prozent (2000: 5,6 Prozent) etwas zu. Die Ein-Mann-Liste Halil Ilgec kam auf 2,9 Prozent. (apa/red)
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