Sonntag, 10. April 2005

Messer-Attacke: Jugendlicher in Salzburg auf offener Straße niedergestochen

  • Opfer verriet nach Zögern den Namen des Täters
  • Unbekannter konnte trotz Fahndung entkommen

Bei einer Messerstecherei auf offener Straße im Salzburger Stadtteil Lehen wurde am Samstagnachmittag ein 18-jähriger verletzt. Nachdem das Opfer den mutmaßlichen Täter über einen Tag lang "gedeckt" hatte, nannte es am Sonntagabend der Polizei schließlich den Namen. Demnach handelt es sich um einen 17-jährigen Rumänen. Ein österreichweiter Haftbefehl wurde erlassen, teilte der Journalbeamte der Polizei der APA mit. Vom Täter fehlte zunächst aber noch jede Spur.

Der Vorfall hatte sich am Samstagnachmittag vor einem Supermarkt ereignet und zunächst dramatischer dargestellt, als es tatsächlich war. Denn von der schweren Verletzung des 18-Jährigen - wie es anfangs geheißen hatte - war später nur eine zwei Zentimeter tiefe Fleischwunde übrig geblieben. Der junge Mann konnte noch am selben Tag das Spital wieder verlassen.

Die Polizei bezweifelte aber von Anfang an die Version des 18-Jährigen, wonach er von einem völlig Unbekannten grundlos niedergestochen worden sei. Denn unbeteiligte Zeugen schilderten, dass dem Messerstich eine Auseinandersetzung vorausgegangen sei. Außerdem gab das Opfer eine völlig andere Personsbeschreibung des Täters ab als die Zeugen und führte so die Polizei bei der Fahndung in die Irre. Da er außerdem gar keine Anzeige erstatten wollte, vermutete die Kripo sofort, dass der 18-Jährige nur den Namen des Täters nicht preisgeben wollte. (apa/red)

10.4.2005 18:37