Donnerstag, 7. April 2005

Nickelsdorf: Polizei konnte Grenzgänger-
Drama im letzten Augenblick verhindern!

  • Frauen waren unter Auto-Fahrflächen eingeschweißt
  • Zehn Minuten länger im Versteck hätte Tod bedeutet

Gendarmen im Burgenland haben vier Frauen, die über den Grenzübergang Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) nach Österreich geschleppt werden sollten, möglicherweise das Leben gerettet: Die Beamten entdeckten am Mittwochabend die illegalen Mitfahrerinnen bei der Kontrolle in einem präparierten Autotransportanhänger eines ukrainischen Pkws.

Sie waren in Hohlräume unterhalb der Fahrflächen gepfercht, die anschließend zugeschweißt wurden, so Bezirksgendarmeriekommandant Andreas Kohs. Die Frauen im Alter von etwa 20 bis 50 Jahre, die vermutlich ebenfalls aus der Ukraine stammen dürften, wurden vom alarmierten Notarzt versorgt. Eine Person wurde in das Krankenhaus Kittsee gebracht. Die Frauen seien benommen und zunächst nicht ansprechbar gewesen.

Bei ihrer Befreiung aus dem Versteck musste die Feuerwehr helfen. Sogar kleine Öffnungen seien punktverschweißt gewesen, um eine Entdeckung der Mitfahrerinnen zu verhindern. Ein um zehn Minuten längerer Aufenthalt in dem Versteck hätte den Tod der Frauen bedeuten können, hieß es bei der Exekutive.

Der Lenker des Pkw wurde von der Gendarmerie am Abend zu dem Vorfall einvernommen. Erst in der Vorwoche waren 25 Personen am Grenzübergang Kittsee in zwei Lkw versteckt vorgefunden worden. Am Dienstag wurden 14 illegale Grenzgänger entdeckt, so Kohs.
(apa/red)

7.4.2005 07:52