Zugunfall in Steiermark: Unachtsamkeit kostet zwei Menschen das Leben
- Pkw-Lenker dürfte Personenzug übersehen haben
- Zwei Beifahrer sterben, Fahrer ins Spital gebracht
Zwei Tote und ein Verletzter ist die Bilanz einer Kollision zwischen einem Personenzug und einem Pkw Dienstag früh in der Steiermark. Nach Angaben der Gendarmerie dürfte der Wagenlenker die herannahende Lok an dem unbeschrankten Bahnübergang übersehen haben. Die beiden Beifahrer erlitten dabei tödliche Verletzungen. Der Unfalllenker musste verletzt ins LKH Deutschlandsberg gebracht werden. Die Zugstrecke wurde wegen der Aufräumarbeiten für eine Stunde gesperrt.
Der Unfall passierte gegen 6.00 Uhr auf der Zeierlinger Dorfstraße im Gemeindegebiet von Frauental (Bezirk Deutschlandsberg). Der mit drei Personen besetzte Pkw aus dem Bezirk Leibnitz näherte sich dem unbeschränkten Bahnübergang. Aus unbekannter Ursache übersahen offenbar alle drei Männer den herannahenden Zug der Graz-Köflacher Bahn (GKB) in Fahrtrichtung Graz. Der Lokführer konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten, der Zug stieß mit voller Wucht gegen die rechte Wagenseite.
Das Fahrzeug wurde einige Meter mitgeschleift, ehe es zum Stillstand kam. Für den Beifahrer und den Mann im Fond des Pkw - ein Pensionist und ein 52-Jähriger Steirer - kam laut Gendarmerie jede Hilfe zu spät. Sie starben an der Unfallstelle. Der Lenker des Fahrzeuges musste ins Spital eingeliefert werden. Die rund 150 Fahrgäste blieben unverletzt.
(apa)
