Pisa bekommt zweiten Schiefen Turm: Neigung wird mit Lichteffekten simuliert
- Vom neuen Turm aus soll das Original sichtbar sein
- Mit dem Bau wird kommenden Sommer begonnen

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Mehr als 600 Jahre nach dem Bau des berühmten Originals soll Pisa einen zweiten Schiefen Turm bekommen. Der Stadtrat stimmte der Errichtung eines geneigten Bürohochhauses zu. Das Stahlgebäude soll 57 Meter hoch werden und rund fünf Kilometer südöstlich des toskanischen Wahrzeichens stehen. Die Neigung soll mit Lichteffekten simuliert werden.
Der Bau des neuen Schiefen Turms wird dem Bericht zufolge im Spätsommer beginnen und etwa vier Jahre dauern. Neben Büros sollen dort Wohnungen und Geschäfte untergebracht werden. Die Baukosten für das Projekt des Architekten Dante Oscar Benini werden auf 50 Millionen Euro geschätzt.
Beninis Entwurf zufolge soll das schräge Gebäude an einer Piazza stehen und durch zwei kleinere Bauwerke ergänzt werden. Beide sollen an die Kathedrale und das Baptisterium von Pisa erinnern, die an der Piazza dei Miracoli neben dem Schiefen Turm stehen. Von den oberen Etagen des neuen Turms aus wird das alte Original zu sehen sein, wie Benini erklärte. "Die beiden Türme werden sich ansehen, und das historische Pisa und das Pisa der Zukunft werden praktisch vereint."
Der Architekt Bonanno Pisano hatte 1173 mit dem Bau des Original-Turms begonnen. Noch bevor das dritte Stockwerk stand, begann sich die Konstruktion abzusenken. Die Bauarbeiten wurden dennoch fortgesetzt und 1360 abgeschlossen. 1990 hing der Turm so schräg, dass er mehrere Jahre lang für Renovierungsarbeiten geschlossen wurde. Seit Dezember 2001 ist er wieder für Besucher geöffnet. (apa)
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