Donnerstag, 31. März 2005

Gericom reduziert Verluste: Umsatz des Linzer Laptop-Produzenten ist rückläufig

  • In Zukunft will man stärker auf Moitore & Zubehör bauen
  • Gericom wegen Konsumschwächen '03 im Schleudern

Der oberösterreichische Notebook- und Unterhaltungselektronik-Spezialist Gericom hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004 seine Verluste reduziert und ist im operativen Bereich in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Der Umsatz ging allerdings um 15,7 Prozent auf 375,3 Mio. Euro zurück. Das EBIT drehte mit 1,6 Mio. Euro ins Plus, nachdem im Vorjahr noch ein Minus von 20,7 Mio. Euro zu Buche gestanden hatte. Der Nettoverlust schrumpfte gegenüber dem Vorjahr von 17,2 auf 3,7 Mio. Euro, teilte Gericom mit.

In Zukunft will sich das Unternehmen stärker auf das Geschäft mit Flachbildschirmfernsehern, Monitoren und digitalem Zubehör konzentrieren und hat im Vormonat massive Umstrukturierungen und den Ausstieg aus der Notebookproduktion am Standort Linz angekündigt. Außerdem gründete das Unternehmen ein Joint Venture mit dem chinesischen Produzenten SAV, als dessen Vertriebsarm es in Zukunft fungieren wird.

Der Aufbau des Geschäftsfelds Home Entertainment zum zweiten Standbein des Konzerns sei im Geschäftsjahr 2004 bereits gut angelaufen, hieß es bei Gericom. Der Bereich trug im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits 42 Prozent zum Konzernumsatz bei. Hauptmarkt für Gericom-Produkte sind nach Unternehmensangaben weiterhin Österreich und Deutschland, wo zwei Drittel der Erlöse erwirtschaftet werden. Der Auftragsbestand kletterte zum Jahresende um 23 Prozent auf 67,5 Mio. Euro und spiegele die "aktuell positive Geschäftsentwicklung wider", hieß es in einer entsprechenden Aussendung.

Aufgrund der Konsumschwäche im Kernmarkt Deutschland war Gericom im Jahr 2003 ins Schleudern geraten und hatte einen Umsatzrückgang um 18 Prozent verzeichnet. Beim operativen Ergebnis drehte das Unternehmen ins Minus (pte)

Info-Link:
www.gericom.at

31.3.2005 11:33