Donnerstag, 31. März 2005

HP-Chef Hurd: Zunächst noch keine Ent-scheidung über Trennung von HP-Teilen

  • Fiorina-Nachfolger Hurd will die Lage zuerst analysieren
  • Investoren hielten Entscheidung Fiorinas für falsch

Der neue Hewlett-Packard-Chef Mark Hurd sieht die Zeit für strategische Entscheidungen über künftige Geschäftsfelder des weltweit zweitgrößten Computerkonzerns noch nicht gekommen. Es sei zu früh, sich Gedanken über eine Abtrennung des lukrativen Druckergeschäfts zu machen, sagte der 48-Jährige, der am 1. April die Leitung des Unternehmens übernehmen und damit Nachfolger von Carly Fiorina werden soll.

"Ich würde es vorziehen, die Situation zu analysieren ... bevor eine Entscheidung wie diese getroffen wird", sagte er. Er wolle sich auch nicht auf einen zeitlichen Rahmen für eine solch schwerwiegende Entscheidung über die Struktur des Konzerns festlegen. Auf Fragen von Analysten zu einen möglichen Arbeitsplatzabbau bei HP antwortete er, er habe keine vorgefasste Meinung zu einer Reduzierung der Belegschaft.

HP hatte zuvor angekündigt, Hurd werde zum 1. April den Chefposten übernehmen und damit den Übergangs-CEO Bob Wayman ablösen. Analysten werteten die Ernennung von Hurd positiv. Damit sei die die Unsicherheit über die neue Führung beendet worden, sagten sie. HP hatte Fiorina im vergangenen Monat im Streit um die Umsetzung der Konzernstrategie entlassen. Viele Investoren haben gefordert, dass Hewlett Packard entweder das lukrative Druckergeschäft abspaltet oder sich von den Geschäftsbereichen PC, Datenspeicherung und Software trennt. Sie hielten die Entscheidung von Fiorina im Jahre 2002 für falsch, die Compaq Computer zu übernehmen. (apa)

31.3.2005 09:24