Donnerstag, 14. April 2005

Fürst Rainier dankte bereits vor dem Tod ab: Übergabe der Regentschaft am 31. März

  • 81-Jähriger nicht mehr in der Lage, Funktion auszuüben
  • Sein Sohn Albert übernahm Amt als Staatsoberhaupt

Kronprinz Albert von Monaco (47) hat nicht erst mit dem Tod seines Vaters Rainier III. die Regentschaft des Zwergstaates übernommen. Bereits am 31. März überantwortete der damals todkranke Rainier seinem Sohn die Regentschaft, da sich der 81-jährige nicht mehr in der Lage sah, seine Amtsgeschäfte auszuüben.

Die Entscheidung, die Regentschaft an Albert zu übergeben, fällte der siebenköpfige Thronrat, ein hochrangiges, vom Fürsten selbst ernanntes Beratergremium des jeweiligen Regenten. Der Thronrat informierte Prinz Albert, bevor er entschied und dies bekannt gab.

Albert soll politisches Machtvakuum beenden
Durch die schwere Krankheit des Fürsten war in Monaco ein politisches Machtvakuum entstanden, das der 47-jährige Albert ausfüllen sollte. Ein Abdanken sei in der Verfassung nicht vorgesehen, hatte Rainier selbst vor Jahren in einem Interview gesagt. Die Nachfolge trete erst mit dem Tod ein, "oder wenn man feststellt, dass der herrschende Fürst nach körperlichen, medizinischen Gesichtspunkten nicht in der Lage ist zu regieren". Rainier III. regierte das Fürstentum seit 1949 und war der dienstälteste Souverän nach Thailands König Bhumibol.

Rainier bereitete Nachfolge lange vor
Die Nachfolgefrage hat Rainier schon vor langer Zeit geregelt. Albert hatte in den vergangenen Jahren mehr und mehr das Fürstentum vor allem im Ausland vertreten. Er bereite sich "sehr gut" auf die Nachfolge vor, lobte ihn Rainier.

Der 47-jährige Albert ist der einzige Sohn von Rainier und von dessen 1982 mit dem Auto verunglückter Frau Gracia Patricia, der ehemaligen US-Schauspielerin Grace Kelly. (apa/red)

14.4.2005 18:15