Stellen-Ablehnung soll erschwert werden: Deutsche Arbeitslose sollen Spargel ernten
- BA-Vorstand: Zumutbarkeitsregeln verschärfen
- Vor allem Jobs in Landwirtschaft und Gastronomie
·D: Rückgang der Arbeitslosigkeit
März: 41.000 Jobsuchende
weniger als im Februar
·Österreich: 297.197 haben keinen Job!
Arbeitslosigkeit im April um
4,5 Prozent höher als 2004
·Eurozone: Anstieg bei Arbeitslosigkeit
Plus von 8,9 %, Österreich bei den niedrigsten Quoten
·2005/06: Wirtschaft in Österreich wächst!
Wifo & IHS erwarten 2,25 bis 2,5 Prozent Wachstum
Die deutsche Bundesagentur für Arbeit (BA) will künftig Arbeitslose verstärkt in Jobs vermitteln, die bisher ausschließlich Ausländer übernommen haben. "Wir haben im letzten Jahr 870.000 Arbeitsgenehmigungen erteilt für Beschäftigungen in Deutschland, bei denen wir gesagt haben: Dafür finden wir keinen inländischen Arbeitslosen, der bereit ist, das zu machen", sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt dem Nachrichtenmagazins "Focus". Das seien in erster Linie Jobs in der Landwirtschaft oder der Gastronomie.
Es wäre schon ein Riesenerfolg, wenn es gelingen würde, "vielleicht die Hälfte dieser Arbeitsgenehmigungen nicht mehr erteilen zu müssen, sondern dort inländische Langzeitarbeitslose unterzubringen", sagte Alt. Im Zuge der Arbeitsmarktreformen Hartz IV waren die Zumutbarkeitsregeln verschärft worden. Für Arbeitslose ist es jetzt schwieriger, ein Stellenangebot abzulehnen. Typische Jobs in der Landwirtschaft, die bisher vielfach noch Ausländer übernehmen, sind etwa das Spargelstechen oder die Gurkenernte. (apa/red)
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