Postämter-Schließungen: "Mindestens 150 Post-Partner" sollen Filialen ersetzen
- Greißler und kleine Supermärkte dienen als Alternative
- Steiermark: Vorerst nur ein "Post-Mobil" im Feldversuch
·Ämter-Schließung: Post gibt jetzt nach
Vor der Wahl: Standort in Steiermark bleibt offen
·Post wird über die Börse privatisiert
Schüssel: AUA-Staatsanteil
steht nicht zum Verkauf
Knapp jedes zweite der 350 Postämter, die geschlossen werden sollen, wird durch einen Post-Partner oder eine Post-Servicestelle ersetzt werden. "In mindestens 150 Gemeinden wird es einen Post-Partner oder eine Post-Servicestelle geben", versicherte Unternehmenssprecher Michael Homola am Mittwoch auf Anfrage der APA. Möglicherweise würden es noch etwas mehr werden. In einigen Orten seien die Verhandlungen noch im Laufen, so Homola.
Post-Partner, sind in der Regel Greißler oder kleine Supermärkte, die anstelle des Postamts sämtliche Post-Dienstleistungen weiterführen. Dort, wo sich das nicht rechnet, gibt es die Möglichkeit von Post-Servicestellen, die im Prinzip ähnliche Services anbieten, aber keine EDV-Anbindung an die Post haben. Seit der ersten Schließungswelle 2002 gibt es in Österreich rund 120 Post-Partner und etwa 240 Post-Servicestellen. Die weiteren 150, die jetzt dazukommen, sollen sich jeweils zur Hälfte auf die beiden Ersatzlösungen verteilen.
Auch die Sparkassen und zuletzt vor allem die Volksbanken hatten sich um eine Partnerschaft mit der Post bemüht. Die Post hat Post-Schalter in Bankfilialen aber abgelehnt. Zum einen verweist sie auf ihren Exklusivvertrag mit der BAWAG/P.S.K.. Zum anderen, betont Post-Sprecher Homola, gebe es in den meisten Bundesländern, in denen es das Postamt geschlossen werde, ohnehin keine Bank mehr - und wenn doch, gebe es meist auch noch einen Greißler, der in der Regel längere Öffnungszeiten habe als die Bank und deshalb als Post-Partner besser geeignet sei.
Als Alternative zu den Post-Partnern und -Servicestellen hatte der Post-Vorstand Ende des Vorjahres auch stolz das "Postamt auf Rädern" präsentiert. Kleine VW-Busse, so die Idee, sollten mehrere Orte betreuen. Geplant war der Einsatz vor allem in dünn besiedelten Regionen wie dem Waldviertel oder im Bregenzer Wald. Tatsächlich wird das Post-Mobil vorerst nur in einer Region in der Steiermark im "Feldversuch" getestet werden.
Burgenland rettet 3 von 20 Filialen vor Schließung
Die burgenländischen Gemeinden haben in den Verhandlungen mit der Post vorerst drei von 20 Postämtern vor der Schließung bewahrt. Wie Homola erklärte, haben Unternehmen und Gemeinden am Mittwoch in der Sitzung der Post-Kontrollkommission eine einjährige Schonfrist für die Postämter Schattendorf (7022), St. Margarethen (7062) und Hornstein (7053) vereinbart.
Während diese Postämter nach drei Quartalen noch Verluste geschrieben hätten, seien sie in der Gesamtjahresbetrachtung dann doch "leicht positiv" gewesen. In den nächsten Monaten will die Post nun versuchen, die Ertragssituation dieser Standorte durch neue Öffnungszeiten und zusätzliche Aufträge, etwa der Gemeinden, zu steigern, erklärte Homola.
Verhandelt wurde in der letzten Sitzung der Kontrollkommission am Mittwoch auch über die geplanten Postämter-Schließungen in den österreichischen Städten ausgenommen Wien. Insgesamt steht hier rund ein Dutzend Postämter auf der Schließungsliste. Die Post hat erklärt, für diese Standorte noch einmal Ersatzlösungen zu prüfen, hält an diesen Schließungen aber fest. (apa/red)
Euro-Krise Spanien16:18
Spanien am AbgrundRettung einer maroden Großbank stößt Spanien tief in den Strudel der Euro-Krise
Steiermark19:54
Tödlicher TauchgangFrau fährt in einen Wasserkanal der Mur. Lenkerin wird nur noch tot geborgen.
EURO 2012 Deutschland19:32
EM ohne DraxlerLöw sortiert vier Spieler aus dem Teamkader aus. Auch Stürmer Cacau nur Zuseher.

