Donnerstag, 31. März 2005

Der WM-Traum lebt weiter: Aufhauser und Payer halten Krankls Glücksritter auf Kurs

  • Nächstes Schicksalsspiel gegen Polen im September
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"Dann schlagen wir eben Wales zwei Mal und Polen auswärts", sprach Hans Krankl im Oktober 2004 nach dem 3:3 in Belfast gegen Nordirland. Nun sind der erste (2:0 in Cardiff) und zweite Teil (1:0 in Wien) der Kampfansage in die Tat umgesetzt. Der siegreiche Doppelpack gegen Wales lässt Österreichs Nationalmannschaft weiter von der WM träumen. Doch noch ist die FIFA-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland in weiter Ferne, die nächste Station heißt Warschau (Chorzow kommt als Austragungsort für Polen - Österreich eher nicht in Frage). Am 3. September entscheidet sich dann ob Johann K. mit seiner Prognose goldrichtig lag.

"Mit einer Portion Glück und einem überragenden Torhüter haben wir sechs Punkte aus den beiden Spielen gegen Wales geholt. Die Vorgabe wurde umgesetzt und darum bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft", meinte Krankl am Donnerstag bei der Nachbetrachtung der Partie im Ernst Happel-Stadion. "Wir haben eine winzig kleine Chance. Vielleicht wird das Auswärtsspiel in Polen für uns sogar leichter als das Heimspiel gegen Wales."

Das Restprogramm der Europa-Gruppe 6 sagt viel darüber aus, wie klein die Rot-Weiß-Rote Chance auf ein Weltmeisterschafts-Ticket wirklich ist. Tabellenführer England tritt noch in Wales (3. September) und Nordirland (7. September) sowie daheim gegen Österreich (8. Oktober in Old Trafford) und Polen (12. Oktober) an. Die zweitplatzierten Polen treffen noch auswärts auf Aserbaidschan (4. Juni), daheim auf das ÖFB-Team (3. September im Legia-Stadion, wo die Austria mit 3:1 gesiegt hatte und in die UEFA-Cup-Gruppenphase eingezogen war), daheim auf Wales (7. September) und in der Fremde auf England (am letzten Spieltag am 12. Oktober).

Zahlreiche Rückkehrer im Herbst
Österreich muss in Warschau, Baku (7. September beim Schlusslicht Aserbaidschan), Manchester und zum Abschluss daheim gegen Nordirland (12. Oktober 2005) gewinnen. Auch ohne den gesperrten Ivica Vastic soll in Polen die Siegesserie weitergehen. Markus Schopp, Roland Kollmann, Emanuel Pogatetz und vielleicht auch Rapid-Kapitän Steffen Hofmann kommen dafür wieder zum ÖFB-Team.

Gegen Polen muss der nächste Sieg her
"Wir brauchen uns nicht verstecken", sagte Hans Krankl. Aber nach der Leistung und dem Zustandekommen des 1:0-Siegs im Prater ist auch nicht zu viel Zuversicht angebracht. Die 30.033 Zuschauer (die Zahl wurde nachträglich noch leicht nach oben korrigiert) erlebten drei glückliche Punkte für Österreich, aber bald fragt keiner mehr, wie der Erfolg zu Stande kam.

Auch Polen (später Treffer beim mühsamen 1:0-Heimsieg gegen Nordirland) und England (2:0 gegen Aserbaidschan) mühten sich zu Pflichtsiegen. Für Österreich hat sich dadurch an der Situation nichts geändert: Nur bei vier weiteren ÖFB-Siegen darf weiter mit einer WM-Teilnahme spekuliert werden. (apa/red)

31.3.2005 14:29