Dienstag, 29. März 2005

Heimsiege für England und Polen: Die Konkurrenz ums WM-Ticket stolpert nicht

  • Polen gegen Nordirland in letzter Sekunde erfolgreich
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In der Europa-Gruppe sechs zur WM-Qualifikation hat sich die Spreu endgültig vom Weizen getrennt. England, Polen und Österreich, die ersten drei Teams der Tabelle, haben die Doppel-Runde im Gleichschritt mit dem Maximum von je sechs Punkten absolviert und vergrößerten den Vorsprung auf die noch sieglosen Nordiren, Waliser und Aserbaidschaner weiter. Am 4. Juni kündigt sich aber im einzigen Spiel des Tages eine wesentliche Änderung an. Polen genügt in Aserbaidschan ein Punkt zum Sprung an die Spitze.

Der Thron gehört aber vorerst noch den Engländern, die sich nach dem 4:0 im Insel-Duell mit Nordirland gegen Aserbaidschan 2:0 durchsetzten. Nach dem 8:0 der Polen hatten sich auch die englischen Fans gegen das Schlusslicht ein Schützenfest erhofft. "Das wichtigste war aber, dass wir Erster geblieben sind. Wir haben am Samstag und am Mittwoch guten Fußball gezeigt, viele Chancen herausgearbeitet und in 180 Minuten unseren Gegnern nur eine Möglichkeit zugelassen", resümierte Sven-Göran Eriksson.

England quälte sich mit Jausengegner Aserbaidschan
Nach der einseitigen Partie vor über 49.000 Zuschauern in Newcastle, wo Gerrard (51.) und Beckham (62.) erst nach der Pause, aber innerhalb von nur elf Minuten gescort hatten, ärgerte sich der Schwede nur über Michael Owen. Der Stürmer von Real Madrid kassierte eine Gelbe Karte und muss im nächsten Spiel am 3. September in Wales pausieren.

Wie Aserbaidschan wehrte sich nach der hohen Niederlage vom Samstag auch Nordirland tapfer und nach Kräften. Das England-"Opfer" hielt die Polen vor 13.500 Zuschauern in Warschau sogar bis zur 85. Minute in Schach, ehe Maciej Zurawski mittels Kopfball für den Favoriten den Bann brach. "Ich bin überglücklich, die jüngsten sechs Zähler waren absolut lebensnotwendig", kommentierte der polnische Teamchef Pawel Janas, dessen Schützlinge mit nunmehr 19 erzielten Treffern in der WM-Qualifikation nur von Portugal (21) übertroffen werden.

Polen hält Österreich auf Distanz
Den Schlusspfiff in Warschau erlebt der Austrianer Sebastian Mila auf dem Rasen mit. Der Blondschopf, der im violetten Dress erst zwei Mal, aber noch nie von Beginn an hatte spielen dürfen, wurde in der 67. Minute eingewechselt und prüfte mit einem Schuss den nordirischen Keeper Taylor. Nachher sagte der Österreich-Legionär mit einem Lächeln: "Ich war noch nie ein so stolzer Pole. Wir sind alle sehr glücklich, wie es in der Gruppe für uns läuft, wir blicken zuversichtlich in die Zukunft". (apa/red)

29.3.2005 13:46