Von der Ostliga in den Europacup: Austria setzt gegen Parma auf "Notnagel" Safar
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"Notnagel" Szabolcs Safar wird am Donnerstag für den gesperrten Joey Didulica in die Bresche springen und im Viertelfinal-Hinspiel des UEFA-Cups gegen den FC Parma das Tor der Wiener Austria hüten. Der 30-Jährige hat sich mit zwei Regionalliga-Einsätzen im Kasten der Austria Amateure gegen die Admira Amateure (2:1) und die Vienna (0:0) auf die "Stunde X" vorbereitet, bei Austrias Generalprobe am Samstag gegen Wacker Tirol hatte Safar hingegen auf der Ersatzbank Platz nehmen müssen.
Der 14-fache ungarische Teamtorhüter, der mittlerweile in Besitz der österreichischen Staatsbürgerschaft ist, fühlt sich dennoch bereit. "Für mich war es wichtig, Spielpraxis zu sammeln, mich 90 Minuten voll zu konzentrieren. Da ich nicht viele Möglichkeiten dazu bekomme, wollte ich die Chance bei den Amateuren unbedingt nützen."
In der Ostliga verbrachte Safar trotz eines Gegentreffers größtenteils ruhige 180 Minuten. "Möglicherweise wird es aber auch gegen Parma so sein, dass es wenige Torchancen geben wird. Aber dann, wenn es ernst wird, muss man da sein", sagt Safar, der gegen den dreifachen Europacupsieger hellwach sein will. Dass er gegen Tirol Didulica den Vortritt lassen musste, analysierte der ruhige, relaxte Ungar gemäß seinem Naturell: "Das muss ich akzeptieren, das war die Entscheidung der Trainer."
Parmas spielerische Klasse in Reichweite
Safar gibt der Austria in den Spielen am 7. und 14. April gute Chancen. "Parma steht defensiv sehr gut. Aber ich glaube, dass Bilbao und Saragossa spielerisch stärker waren. Und wenn man diese beiden Teams eliminiert hat, dann sollte auch gegen Parma einiges möglich sein."
Obwohl Safar, der Ende 2003 als Ersatz für Thomas Mandl von Spartak Moskau zur Austria gewechselt war, seit seiner Ankunft in Wien-Favoriten die klare Nummer zwei hinter Didulica ist, bestreitet er am Donnerstag bereits sein viertes Spiel im laufenden UEFA-Cup - dabei hat es bis jetzt für die Austria noch keine Niederlage gegeben.
In der Gruppenphase hatte Safar den verletzten Didulica gegen Club Brügge (1:1/ab der 67. Minute) und gegen FC Utrecht (2:1/90 Minuten) vertreten, im heißen Achtelfinal-Rückspiel gegen Real Saragossa (2:2) sprang er nach dem missglückten Ausflug Didulicas und der folgenden Roten Karte ab der 33. Minute ein. "Da war der Druck am größten", erinnert sich Safar an den wütenden Sturmlauf Saragossas.
Safars Zukunft steht in den Sternen
Da sein kroatischer Konkurrent von der UEFA für zwei Partien gesperrt wurde, hütet "Schaffi" nun auch zwei Mal gegen Parma das Gehäuse. Von den wichtigsten Spielen seiner Karriere will Safar, der verheiratet ist und eine Tochter (Laura) und einen Sohn (Bence) hat, aber nicht sprechen. "Ich habe auch schon andere wichtige Spiele gemacht, zum Beispiel mit Ungarn bei Olympia 1996 in Atlanta oder mit Salzburg im Europacup", so Safar, der vor seinem eher misslungenen, halbjährigen Kurzabstecher in die russische Hauptstadt Moskau sechs Jahre lang das Salzburg-Tor gehütet hatte.
Ob Safar noch eine weitere Saison in Wien bleiben wird, steht noch in den Sternen - sein Vertrag läuft auf jeden Fall im Sommer aus. "Darüber mache ich mir jetzt noch keine Gedanken, ich konzentriere mich jetzt voll und ganz auf die zwei Spiele gegen Parma". Nachsatz: "Ob ich dann bleibe, hängt vom Angebot der Austria ab. Und von der Frage, ob Joey bei der Austria bleibt." (apa/red)
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