Donnerstag, 31. März 2005

Kein Sand im Getriebe: Renault will beim Wüsten-GP wieder den Sieg abstauben

  • Briatore sieht in Bahrain "keine ernsthaften Gegner"
  • Ferrari mit neuem Boliden, Friesacher optimistisch

Nach zwei Siegen in zwei Rennen geht das Formel-1-Team von Renault voller Selbstvertrauen in den Grand-Prix von Bahrain am Sonntag (ab 13:30 Uhr LIVE auf networld.at). "Wie wir in Australien und Malaysia gewonnen haben, war fantastisch. Im Moment sehe ich wirklich keine ernsthaften Gegner", posaunt Teamchef Flavio Briatore nach den Siegen seiner Piloten Fernando Alonso (Malaysia) und Giancarlo Fisichella (Australien). Sollte es in Bahrain erneut klappen, würde Renault erstmals in der F1-Geschichte drei Rennen in Folge gewinnen.

Während das R25-Modell der Franzosen bereits wie am Schnürchen läuft, setzt Ferrari erst jetzt in Bahrain auf den neuen F2005. Der Einsatz des neuen Dienstwagens von Michael Schumacher und Rubens Barrichello stellt eine echte Erfolgsgarantie dar - denn seit 1999 hat der Ferrari-Neuwagen bei seinem Debüt stets gewonnen.

Seinen Teil dazu beitragen möchte natürlich auch der bisher enttäuschende Ferrari-Reifenlieferant Bridgestone. Die Japaner hatten in den zwei bisherigen Saisonrennen vor allem in den Qualifyings schwere Mängel, Rang elf von Barrichello in Australien steht bisher als Top-Resultat 2005 zu Buche. Jetzt will man nichts dem Zufall überlassen, Bridgestone hat ein eigens an Bahrain angepasstes "Potenza"-Modell entwickelt.

"Wir haben wirklich sehr, sehr hart gearbeitet", meinte Motorsport-Direktor Hiroshi Yasukawa vor dem Wüsten-Rennen, das übrigens das 200. in der Geschichte des Sauber-Rennstalls ist.

Friesacher jubelt über aufgemotzten Minardi
Österreichs F1-Rookie Patrick Friesacher bereitet sich so wie in Malaysia einmal mehr auf Neuland, eine echte Hitzeschlacht und möglicherweise auch viel Sand auf der Strecke vor. "Es wird ähnlich schwer wie in Malaysia, dennoch bin ich zuversichtlich und optimistisch", erklärte der für Minardi fahrende Kärntner, der offenbar guten Grund dafür hat.

"Wir haben am Auto einiges optimiert und durchaus Fortschritte erzielt. Wie gut das Auto aber wirklich ist, kann man erst im direkten Vergleich sagen. Speziell der Vergleich mit dem Jordan wird interessant." Die Hoffnungen der Italiener ruhen auf dem neuen Minardi, der in Imola sein Debüt geben soll. "Ich freue mich wirklich schon auf das neue Auto und natürlich auf das Heimrennen von Minardi in Imola."

Auf Friesacher wartet einmal mehr Neuland, allerdings hoch interessantes. So meinte etwa F1-Experte Christian Danner über den Bahrain-Kurs: "Das ist die erste echte Fahrerstrecke der Saison." (apa/red)

31.3.2005 10:46
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