Pech für Alexander Wurz: Pedro de la Rosa
ersetzte bei Bahrain-GP verletzten Montoya
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McLaren-Mercedes-Pilot Juan Pablo Montoya war wegen seiner Schulterverletzung nicht beim dritten Rennen der Formel-1-Saison in Bahrain am Start. An Stelle des Kolumbianers bestritt der spanische Testpilot Pedro de la Rosa (34) neben dem Finnen Kimi Räikkönen das Rennen. Der Österreicher Alexander Wurz (31) steuerte in den beiden freien Freitag-Trainings den dritten Silberpfeil.
Montoya hatte sich beim Tennisspielen nach einem Sturz einen Haarriss in der Schulter zugezogen und muss mehrere Wochen pausieren. Bei McLaren-Mercedes ist man aber zuversichtlich, dass der Kolumbianer am 24. April beim Europa-Auftakt in Imola wieder dabei ist. "Ein Formel-1-Auto zu fahren ist ein harter Job, deshalb müssen wir uns der Entscheidung der Ärzte beugen. Ich denke aber nicht, dass meine WM-Chancen deshalb vorbei sind", ließ Montoya ausrichten.
Damit kam der 1,86 m große Wurz erstmals heuer zu einem Einsatz im neuen MP4-20, für den er bisher bekanntlich zu groß - oder das Auto zu klein? - war. Nach dem Montoya-Unfall und vorgezogenen Umbauten des Autos in England passte Wurz aber so weit ins Cockpit, dass er wenigstens die Freitag-Tests absolvieren konnte und somit erstmals im aktuellen GP-Silberpfeil saß.
"Ist die beste Lösung"
"Keine Frage, dass ich lieber das Rennen gefahren wäre. Wie auch immer, das Team und ich sind übereingekommen, das das jetzt die beste Lösung ist", gab sich der 31-jährige Niederösterreicher als Teamplayer. An sich würde ja Wurz das dritte Cockpit zustehen. Wurz ist 2000 im Benetton seine letzten GP gefahren und seit 2001 dritter Pilot bei McLaren Mercedes. Dort hatte er aber bisher keine Chance auf einen GP-Einsatz bekommen. Wegen seiner Körpergröße hatte Wurz auch keine Tests im aktuellen Auto absolvieren können, sondern war nur Michelin-Reifentests im alten MP4-19B gefahren. De la Rosa ist seit 2003 bei McLaren, seinen letzten GP hat er Ende 2002 für Jaguar bestritten.
Wurz oder Klien könnten zu Sauber wechseln
Allerdings war unterdessen eine neue Möglichkeit aufgetaucht. Angeblich überlegt das Schweizer Sauber-Team, das am Sonntag seinen 200. GP fährt, aber auch auf den schwächsten Saisonstart seit 2000 zurück blickt, den bisher schwachen Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve auszutauschen. Waren bisher BAR-Honda-Ersatzfahrer Anthony Davidson und Wurz als Kandidaten gehandelt worden, könnte an Stelle des Kanadiers auch einer der Red-Bull-Piloten ins Sauber-Cockpit wechseln.
Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz höchstpersönlich machte das in einem Interview mit "Motorsport aktuell" zum Thema. "Wir verhalten uns abwartend, aber es ist eine Möglichkeit. Ich würde so eine Überlegung in Erwägung ziehen", sagte Mateschitz. Zudem bestätigte der Firmenchef, dass es den Wechsel Klien-Liuzzi in seinem Team geben wird. "Wir haben Klien drei Rennen zugesichert. Wir müssen Liuzzi der Fairness halber dieselbe Chance geben", sagte der gebürtige Steirer. Wann das sein könnte? Mateschitz: "Imola wäre eine Möglichkeit."
(apa/red)
