Mittwoch, 30. März 2005

Nach schwachem Saisonstart: Ferrari will mit neuem Auto in Bahrain wieder siegen!

  • Riskantes Manöver: F2005 noch zu wenig getestet?
  • Renault bleibt cool: "Vor denen haben wir keine Angst"

Die Feuertaufe des neuen Ferrari F2005 wird für Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher endgültig zur Standortbestimmung in diesem Jahr. Unter dem Druck des schlechtesten Saisonauftakts seiner Karriere mit nur zwei Punkten wird der 36 Jahre alte Rekordchampion zwei Rennen früher als geplant beim Großen Preis von Bahrain am Sonntag (13.30 Uhr/LIVE auf networld.at) im Hoffnungsträger der "Roten" sitzen und sich dem Duell mit Renault stellen.

"Ich nehme die Herausforderung gerne an. Wir werden uns Schritt für Schritt wieder nach vorne arbeiten, keine Bange", sagte der siebenfache Titelträger vor dem Wüstenrennen in dem Mini-Staat am Persischen Golf. Die Statistik der vergangenen Jahre spricht für ein erfolgreiches Debüt des neuen Ferraris. Seit 2000 hat das jeweilige Ferrari-Modell bei seiner Rennpremiere gewonnen.

Renault: "Wir haben vor denen keine Angst"
Schumachers Zuversicht und die Statistiken lassen die Konkurrenz allerdings kalt. "Ferrari wird seinen neuen Wagen einsetzen - aber ehrlich gesagt, konzentrieren wir uns nicht auf die anderen Teams", stellt WM-Spitzenreiter Fernando Alonso von Renault klar. Deutlicher formuliert es sein Teamchef Flavio Briatore: "Wir haben vor denen keine Angst."

Kommt neuer Bolide zu früh?
Fürchten muss Michael Schumacher dagegen, dass die vorgezogene Premiere für den Ferrari möglicherweise doch zu früh kommt. Zusammen mit Teamkollegen Rubens Barrichello, der mit dem Übergangsmodell F2004M beim Auftaktrennen in Australien immerhin den zweiten Rang belegt hatte, testete Schumacher zwei Mal sein neues Gefährt - samt neuer Bridgestone-Reifen.

Insgesamt soll das Auto allerdings rund 1.000 Test-Kilometer weniger auf dem Buckel haben als die eigentlich vorgesehenen 6.000. Dennoch gibt sich Schumacher nach den Tests zuversichtlich: "Wir alle hatten dabei ein gutes Gefühl, auch wenn wir wissen, dass uns in Bahrain ein harter Wettkampf erwartet."

Hitze und Sand garantieren extremes Rennen
Wie schon zwei Wochen zuvor in Malaysia werden die Rennautos und vor allem die Reifen auch auf der arabischen Halbinsel hohen Temperaturen ausgesetzt sein. Hinzu kommt der Sandstaub, der von den Dünen auf den 5,417 km langen Bahrain Sakhir Circuit weht.

Jagd auf Renault
Alonso, der erste Formel-1-Spitzenreiter aus Spanien, weiß, dass nach seinem Erfolg in Malaysia und dem Sieg seines italienischen Teamkollegen Giancarlo Fisichella beim Saisonauftakt in Melbourne die Renaults die Gejagten sind. "Alles wird nun erheblich schwieriger. In Bahrain sind wird das Ziel der Gegner", meinte er.

Montoya vermutlich nicht dabei, Sato und Webber fit
Während McLaren-Pilot Juan Pablo Montoya nach seiner Schulterverletzung in Bahrain ziemlich sicher fehlen wird, sind Takuma Sato und Mark Webber für den dritten GP des Jahres fit. Sato hatte in Malaysia krankheitsbedingt gefehlt, Webber sowohl die Rennen in Australien als auch in Sepang mit einer gebrochenen Rippe absolviert. Die Verletzung hatte sich der australische Williams-BMW-Pilot beim Testen in der Vorsaison in Barcelona zugezogen, bisher aber geheim gehalten.

(apa/red)

30.3.2005 13:40
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