Mittwoch, 30. März 2005

"Wüstenfuchs" Klien ist heiß auf Bahrain: Kampf ums Red Bull-Cockpit wird härter

  • Austro-Team will am Sonntag den Punkte-Hattrick holen
  • Neuer Ferrari als große Unbekannte & Sato-Comeback

Für das österreichische Red Bull Racing Team geht es am Sonntag beim Formel-1-Grand Prix von Bahrain darum, auch beim dritten Saisonrennen Punkte zu holen. Bei Christian Klien fährt in der arabischen Wüste im Hinterkopf aber auch der Kampf um das zweite Cockpit neben dem Schotten David Coulthard mit. Formel-3000-Weltmeister Vitantonio Liuzzi ist in Lauerstellung, spekuliert mit einem Start bei der Europa-Premiere in Imola.

"Ich mag den Kurs in Bahrain, er liegt mir", zeigte sich Klien jedoch zuversichtlich. "Er steht sehr frei, wodurch es kaum Referenzpunkte zum Anbremsen gibt. Im vergangenen Jahr habe ich mich aber sehr schnell daran gewöhnt." Die umgebende Dünenlandschaft sorgt für besondere Anforderungen, zumal immer wieder Sand auf die Strecke geweht wird.

"Grip ist nur auf der Ideallinie vorhanden, das Überholen daher schwierig. Letztes Jahr sind wir vor dem Rennen außerdem in einen Sandsturm geraten, die Sichtweite betrug nur noch 20 Meter", erinnerte sich der Vorarlberger. "Das war wie wenn du auf einer österreichischen Autobahn in eine Nebelbank hineinfährst." Dazu kommt auf der ersten echten "Fahrerstrecke" der Saison (Klien: "Du musst geschickt und sauber fahren"), die zu 56 Prozent mit Vollgas gefahren wird, eine starke Belastung der Reifen und Bremsen.

Red Bull will Punkte-Hattrick
"Unser ganz klares Ziel ist es, in Bahrain einen Punkte-Hattrick zu landen", gab Sportdirektor Christian Horner die Marschrichtung des austro-englischen Teams vor. "Wir haben in Malaysia gezeigt, dass das starke Australien-Ergebnis keine Eintagsfliege war", sagte der 31-jährige Brite.

BAR-Pilot Sato kehrt ins Cockpit zurück
Während auch in den seit 1971 von Großbritannien unabhängigen Arabischen Emirat die beiden Renaults und Toyotas zu den Favoriten zählen, kehrt Takuma Sato in den BAR-Honda zurück. Der Japaner hatte den GP in Sepang auf Grund einer Virusinfektion auslassen müssen, meldete sich aber am Dienstag nach einem medizinischen Test beim Vizeweltmeister der Konstrukteure zurück. Satos Ersatzmann Anthony Davidson (GBR) war in Malaysia ausgeschieden.

Neuer Ferrari als große Unbekannte
Michael Schumacher und Ferrari hoffen beim Wüsten-GP nach dem schlechtesten Saisonstart seit Beginn der Zusammenarbeit 1996 (zwei WM-Punkte) auf Wiedergutmachung. "Alle sind motiviert, alle sind heiß. Wir werden uns Schritt für Schritt wieder nach vorne arbeiten", kündigte der siebenfache Weltmeister an.

Der 36-Jährige kann in Bahrain wie Teamkollege Rubens Barrichello (BRA) zum ersten Mal auf den neuen F2005, dessen Premiere ursprünglich erst für den 8. Mai in Barcelona vorgesehen war, vertrauen. "Ich muss sagen, ich freue mich schon darauf", so Schumacher. (apa/red)

30.3.2005 13:41
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