Freitag, 1. April 2005

Eishockey: Für ÖEHV-Team beginnt am Sonntag WM-Countdown in Klagenfurt

  • Szücs und Hohenberger fallen für die WM aus
  • WM-Generalprobe am 27. April gegen die Schweiz

Noch steht die Entscheidung in der "best-of-seven"-Finalserie der Erste Bank Eishockey-Liga zwischen den Vienna Capitals und dem KAC im Mittelpunkt des Interesses, doch im Hintergrund läuft der Countdown für die Heim-WM von 30. April bis 15. Mai in Wien und Innsbruck. Österreichs noch nicht vollzähliges Eishockey-Nationalteam trifft sich am Sonntag (14:30 Uhr) in Klagenfurt zum ersten von vier Teamcamps vor der IIHF-Weltmeisterschaft. Mit Mark Szücs muss Teamchef Herbert Pöck aber schon den vierten WM-Fixausfall zur Kenntnis nehmen.

Im Kader gibt es derzeit noch viele Abwesende: Neben den Finalteilnehmern und AHL-Legionären fehlen auch Oliver Setzinger, der ab (heutigem) Freitag mit seinem Klub HPK Hämeenlinna im finnischen Halbfinale gegen Jokerit im Einsatz ist, sowie Claus Dalpiaz, der noch seine Leistenverletzung auskuriert. Letzterer soll am 10. April zum Team stoßen. Ebenfalls erst zur zweiten Vorbereitungsphase in Tschechien (10.-15. April in Breclav) stößt Goalie Bernd Brückler, der diese Woche noch eine wichtige Prüfung an der Universität von Wisconsin absolvieren muss. Für ihn wurde der Villacher Gert Prohaska nachnominiert.

Kammbeinbruch bei Linzer Szücs - Hohenberger "ausgebrannt"
Nach Goalie Reinhard Divis (Schulteroperation), Christoph Brandner (Rückenoperation) und Philipp Lukas (Knieoperation) muss auch Mark Szücs (Linz) bei der WM passen, ein Kammbeinbruch wird ihn noch Wochen lang zum Zuschauen verurteilen. Für ihn neu im Kader ist Gerhard Göttfried (Graz). Der Grazer Mark Tropper, der erstmals zum Team stoßen sollte, musste absagen, da sein Vater in den USA schwer krank ist. Ersatz für ihn ist der Villacher Niki Petrik. DEG-Legionär Martin Ulrich rückt ebenfalls am Sonntag ins Trainingslager ein, wird aber noch wegen einer Handverletzung von Teamarzt Dr. Bachler behandelt.

Nach Szücs hat am Freitag auch Nationalspieler Martin Hohenberger dem österreichischen Eishockey-Teamchef Herbert Pöck und Teammanager Giuseppe Mion für die Heim-WM abgesagt. "Ich fühle mich nach der langen Saison ausgebrannt", erklärte der 28-jährige Stürmer vom HC Innsbruck seine kurzfristige Absage vor dem ersten Trainingslager, das am Sonntag in Klagenfurt beginnt. Für Hohenberger wurde Teamdebütant Stefan Wiedmaier vom Villacher SV nachnominiert.

"Das ist die Möglichkeit für einige junge Spieler und Teamneulinge, sich für die WM zu empfehlen", sucht Teamchef Herbert Pöck vor Beginn der WM-Vorbereitung positive Aspekte. Das erste Testspiel für das ÖEHV-Team geht am Donnerstag (19:00 Uhr) in Pontebba gegen Italien in Szene. Pöck: "Italien steht knapp vor der WM Division I und wird für uns ein guter Prüfstein sein."

Viel hängt freilich auch von der Entwicklung der Liga-Finalserie ab: Sollte das Finale über sechs oder sieben Spiele gehen, stoßen die Finalteilnehmer erst zur dritten Camp-Phase (18.-22. April in Innsbruck) zum Team. Die Spiele in Tschechien gegen die Hausherren (12. und 14. April) würde Österreich dann mit dem derzeitigen Kader bestreiten.

Vorläufiger Kader des österreichischen Eishockey-Nationalteams für das erste Trainingslager vor der WM in Wien und Innsbruck (30. April bis 15. Mai) vom Sonntag bis Donnerstag in Klagenfurt und das Testspiel am 7. April in Pontebba gegen Italien:

Tor: Patrick Machreich (Graz 99ers), Jürgen Penker (Red Bulls Salzburg), Gert Prohaska (VSV)

Verteidigung: Sven Klimbacher, Gerhard Unterluggauer, Florian Schwitzer (alle Innsbruck), Michael Stewart (VSV), Martin Ulrich (DEG Metro Stars), Gerd Gruber, Jiri Hala, Florian Iberer (alle Graz)

Sturm: Christoph Harand (Linz), Raimund Divis, Roland Kaspitz, Patrick Mössmer, Marc Schönberger (alle Innsbruck), Thomas Auer, Patrick Harand, Martin Pewal (alle Salzburg), Thomas Koch (Lulea HF), Michael Pollross, Gerhard Göttfried (beide Graz 99ers), Nikolas Petrik, Stefan Wiedmaier (beide VSV)

auf Abruf (Verteidigung): Alexander Mellitzer (Innsbruck)


Die "4-Phasen"-Vorbereitung des ÖEHV-Teams:
Phase 1 (Klagenfurt, 3.-7. April): Am 7. April (19:00, Pontebba) Test gegen Italien in Pontebba

Phase 2 (Breclav, 10.-14.4.): Spiele gegen Tschechien in Breclav (12.4.) und Znaim (14.4./jeweils 18:00)

Phase 3 (Innsbruck, 18.-22.4.): Spiele gegen Slowenien (21.4./19:15 und 22.4./18:30)

Phase 4 (Wien, 26.-29.4.): Spiel gegen die Schweiz (Stadthalle, 27.4., 19:00)

1.4.2005 16:36