Meinungsforscher sind überzeugt: Eine Spaltung der FPÖ wäre existenzbedrohend!
- Karmasin: "Keine Chance für zwei FPÖ-Gruppen"
- Haider hätte aber Chancen auf Grundmandat in Kärnten
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Eine Spaltung der FPÖ, wie sie derzeit vor allem von der Kärntner Landespartei überlegt wird, wäre nach Ansicht von Meinungsforschern existenzbedrohend. Im Ö1-"Mittagsjournal" meinte der Chef des Gallup-Insititus, Fritz Karmasin, bei einem Zerfall in eine Kärntner Gruppe um Jörg Haider und eine Wiener Gruppe um Heinz-Christian Strache würden sich die Lager halbieren.
Bei einem Umfragestand von höchstens sieben Prozent für die FPÖ käme damit weder die eine noch die andere FPÖ-Gruppe wieder ins Parlament. Beide zugleich hätten keinesfalls eine Chance: "Dass beide reinkommen, ist unwahrscheinlich."
Genau so sieht es auch Peter Hajek vom OGM-Institut: Sollten zwei FPÖ-Listen bundesweit antreten, könnten beide Parteien "an den Rand des Existenzminimums" von vier Prozent gedrängt werden. Ob eine oder beide hinausfallen, könne man aber heute noch nicht sagen. Hajek meint, dass Strache vor allem in Wien durchaus Wähler ansprechen könne, Haider in Kärnten. Das hätte aber den Effekt, dass sich die beiden das FPÖ-Potenzial untereinander aufteilen.
Der Politikberater Christian Scheucher räumt hingegen Haider Chancen auf ein Grundmandat in Kärnten und damit auf einen Einzug ins Parlament ein. Das Potenzial der Wiener Gruppe um Strache schätzt Scheucher dagegen auf unter vier Prozent. (apa/red)
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