Bundesparteivorstand: Haider, Haubner, Strache - das Trio im Kampf um FPÖ-Spitze
- Ära der Kurzzeit-Obleute könnte Verlängerung finden
- Haider wäre 1. Obmann, der auf Position zurück kehrt
·Schwere Vorwürfe gegen Haubner
Ausschluss statutenwidrig:
Mölzer plant jetzt Berufung!
·MEINUNG POSTEN zu Spaltung der FPÖ!
Was sagen Sie: Wie geht's mit Freiheitlichen weiter?
·Eigener Strache- Antrag am Parteitag
Gegen Spaltung der FPÖ, Anerkennung der Leitkultur
·Haider garantiert:
"Bleibe in Kärnten!"
Landeshauptmann: "Egal, was in Wien geschieht"
·Wer übernimmt FP?
Haider oder Haubner
Vorentscheidung könnte bereits am Dienstag fallen
·"Patriotentreffen" mit Strache & Mölzer
OÖ: Diskussionen über Führungs-Debatte erwartet
·FPÖ schließt Mölzer
aus: Die REAKTIONEN
Für Politkollegen gibt es jetzt einiges zu klären
Im Rennen um die Führungsposition in der FPÖ sind die amtierende Obfrau Ursula Haubner, ihr Bruder, der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider sowie der Wiener Landeschef Heinz-Christian Strache. Die Sozialministerin hat vor allem Klubchef Herbert Scheibner und den oberösterreichischen Landesobmann Günther Steinkellner hinter sich, Haider die Kärntner FPÖ und Strache das Rechtsaußen-Lager.
Haider wäre der erste FP-Obmann, der an die Spitze der Partei zurückkehren könnte. Diesen Posten hatte er schon knapp 14 Jahre inne, womit er nach Friedrich Peter der zweit längst dienende Chef der Freiheitlichen ist. Die Möglichkeit zur Rückkehr hätte es für Haider schon im Jahr 2002 gegeben, damals zog er seine Bereitschaft aber zurück, nachdem er angeblich von Waffen-Lobbyisten bedroht worden war.
Mit der Ablöse Haubners würde die FPÖ eine weitere Kurzzeit-Chefin schaffen, ein Phänomen der Nach-Haider-Ära. Susanne Riess-Passer hielt zwei Jahre und vier Monate durch, Mathias Reichold danach nur gut ein Monat, und Herbert Haupt leitete für mehr als eineinhalb Jahre die Geschicke der Partei. Haubner war erst am 3. Juli des Vorjahres an seiner statt an die Parteispitze gewählt worden.
Entscheidet sich die Partei für Strache, kommen erstmals seit Ewigkeiten wieder die Wiener Freiheitlichen zum Zug. Letzter Parteiobmann aus der Bundeshauptstadt war der glücklose Norbert Steger, der 1986 von Haider in einer Kampfabstimmung abgelöst worden war, was das Ende der rot-blauen Koalition und einen Schwenk der FPÖ ins rechts-populistische Fahrwasser einleitete.
| Die Bundesparteiobmänner der FPÖ seit 1956: | |
| Anton Reinthaller | 7.4.1956 bis 6.3.1958 |
| Friedrich Peter | 13.9.1958 bis 30.9.1978) |
| Alexander Götz | 30.9.1978 bis 1.12.1979 |
| Horst Schender | interimistisch 1.12.1979 bis 2.3.1980 |
| Norbert Steger | 2.3.1980 bis 14.9.1986 |
| Jörg Haider | 14.9.1986 bis 1.5.2000 |
| Susanne Riess-Passer | 1.5.2000 bis 8.9.2002 |
| Herbert Scheibner | interimistisch 8.9.2002 bis 21.9.2002 |
| Mathias Reichhold | 21.9.2002 bis 31.10.2002 |
| Herbert Haupt | interimistisch ab 31.10.2002, gewählt am 8.12.2002 |
| Ursula Haubner | seit 3.7.2004 |
(apa)
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