Kritische Stimmen nach Tod des Papstes: Schweizer Theologe sieht 'schwere Erblast'
- "Hoffnungs- und Vertrauenskrise innerhalb der Kirche"
- Küng wurde 1979 wegen Kritik Lehrerlaubnis entzogen
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von Johannes Paul II.
Papst Johannes Paul II. hat der katholischen Kirche nach Meinung des Schweizer Theologen Hans Küng eine "schwere Erblast" hinterlassen. Die persönliche Frömmigkeit und das Engagement des am Samstagabend verstorbenen Pontifex seien unbestritten, schreibt Küng in der Zürcher "SonntagsZeitung": "Innerhalb der Kirche aber herrscht eine Hoffnungs- und Vertrauenskrise."
"Die Innenpolitik des polnischen Papstes war verheerend", schreibt Küng weiter. Viele Bischöfe seien mittelmäßig oder unfähig, es fehle an qualifiziertem Priesternachwuchs. "Viele hoffen jetzt auf einen Papst, der den Reformstau abbaut." Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete 75-jährige Küng lehrt in Tübingen. Wegen seiner Kritik am Papsttum entzog ihm der Vatikan 1979 die kirchliche Lehrerlaubnis.
Die Schweizer Bischöfe loben den gestorbenen Papst. Der Präsident der Schweizerischen Bischofskonferenz, Amedee Grab, würdigte ihn in der "NZZ am Sonntag" als "hervorragende Gestalt".
(apa)
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