Donnerstag, 31. März 2005

Drei Rumänen im Irak entführt: Kidnapper fordern Lösegeld für die Journalisten

  • Aus "Sicherheitsgründen" keine Auskunft über Höhe
  • Abu Mussab al-Zarqawi will Journalisten entführt haben

Lösegeld fordern die Kidnapper, die die drei rumänische Journalisten und den sie begleitenden Geschäftsmann im Irak entführt haben, berichtete die Ungarische Nachrichtenagentur MTI am Mittwoch. Diese Nachricht hätte der syrische Geschäftsmann Omar Hajsam im rumänischen Fernsehen verkündet, mit dem sich die Entführer in Verbindung gesetzt hätten. Über die Höhe der Lösegeldforderung gab Hajsam aus "Sicherheitsgründen" keine Auskunft.

Die Kidnapper hätten am Dienstag mitgeteilt, dass sie den amerikanischen Geschäftsmann irakischer Herkunft Mohamed Monah sowie drei rumänische Journalisten entführt hätten, denen Monah die Irak-Reise finanziert hätte. Die rumänischen Behörden, die die Entführung zunächst vor der Öffentlichkeit verschwiegen, hätten die von Hajsam bekannt gegebenen Lösegeldforderungen nicht kommentiert.

Rumäniens Staatspräsident Traian Basescu hatte schließlich am Dienstag bestätigt, in der Nähe Bagdads seien die Fernsehreporterin Marie-Jeanne Ion (33) vom rumänischen Sender "Prima TV" und ihr Kameramann Sorin Miscoci (30) sowie der Reporter der rumänischen Tageszeitung "Romania Libera", Ovidiu Ohanesian (37), entführt worden. Dabei sei gegenwärtig nicht klar, ob politische Gründe hinter der Aktion stünden oder es sich einfach um eine kriminelle Handlung handele. Nach Agenturberichten soll sich die Gruppe des jordanischen Islamistenchefs Abu Mussab al-Zarqawi zu der Entführung bekannt haben.
(apa/red)

31.3.2005 10:29