Samstag, 2. April 2005

Kurzzeitige Hausbesetzung in Wiener Burggasse: Autonome Aktivisten am Werk

  • Demonstration gegen die hohen Mietpreise in Wien

Eine Hausbesetzung hat Samstagmittag in einem leer stehenden Haus in der Burggasse 83A in Wien-Neubau stattgefunden. Als die Polizei in der Burggasse 83A eintraf, hatten sich die Aktivisten bereits wieder entfernt. Am Boden liegende Flugblätter und geplatzte Farbbeutel waren die einzigen Spuren von dem Zwischenfall. Reinigungskräfte der MA 48 säuberten den Bereich.

In einer Aussendung der Besetzer hieß es, dass das Haus schon seit längerem leer stehe und in keiner Weise genutzt werde. Mit dieser Aktion wolle man auf die Vielzahl nutzbarer Räume aufmerksam machen, die trotz großem Bedarfs leer stehen und "einzig und allein der Immobilienspekulation dienen". Um wie viele Hausbesetzer es sich gehandelt hat, konnte die Polizei auf APA-Anfrage am Samstagnachmittag noch nicht sagen. Auch die Identitäten der Personen standen noch nicht fest.

Mit den Worten "ÄTSCH!!! Dieses Haus wurde soeben besetzt!" wurden die Medien über die Aktion per Mail informiert. "In ganz Wien steigen die Mietpreise rasant an und werden für viele Menschen unbezahlbar, wodurch immer mehr Menschen auf der Straße leben müssen", so die Aktivisten. Viele soziale Projekte, Kunst- und Kulturinitiativen sowie selbstverwaltete Zentren stehen vor dem Aus, weil ihnen die Subventionen gestrichen oder die Räumlichkeiten weggenommen werden, hieß es. (apa/red)

2.4.2005 15:46