Freitag, 1. April 2005

Verfahren gegen Pater August Paterno eingestellt: Vorwürfe sind bereits verjährt

  • TV-Kaplan war wegen sexuellen Missbrauchs verdächtig
  • Ob die Anschulidgungen zutrafen bleibt wohl ungeklärt

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat das Verfahren gegen Kaplan August Paterno (69) wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs eingestellt. Staatsanwalt Franz Pflanzner bestätigte, dass die Vorfälle als "verjährt" eingestuft wurden. Ob die Anschuldigungen zugetroffen haben, wurde von der Staatsanwaltschaft nicht mehr untersucht, so Pflanzner.

Der Akt wird laut "Vorarlberger Nachrichten" in der nächsten Woche an die Diözese Feldkirch weitergeleitet, die das Bündel anschließend in den Vatikan übermittelt. Da nach kirchlichem Recht Anschuldigungen nach zehn Jahren nach Vollendung des 18. Lebensjahrs des Opfers verjähren, dürfte der "Fall Paterno" aber auch von Kirchenseite her "ad acta" gelegt werden.

Gegen Kaplan Paterno waren im Herbst des Vorjahres Missbrauchs-Vorwürfe laut geworden. Sowohl die Sicherheitsdirektion als auch die Diözese Feldkirch hatten daraufhin Ermittlungen aufgenommen. Paterno hat bei den kircheninternen Voruntersuchungen den Vorwurf des Missbrauchs zurückgewiesen, gleichzeitig aber angegeben, sich mit den Anklägern zusammensetzen zu wollen, um gut zu machen, was gut zu machen sei. Paterno hat noch im September 2004 um seine Pensionierung gebeten, Bischof Klaus Küng hat diesem Ansuchen entsprochen.
(apa/red)

1.4.2005 11:55