Verrücktes März-Wetter: Monat versorgte uns mit Temperaturen von -27 bis +23 Grad
- Weniger Niederschläge und mehr Sonnenstunden
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Der März gab den Österreichern "kalt-warm": Der abgelaufene Monat startete laut der Wiener Hohen Warte (ZAMG) mit eisigen Temperaturen, so etwa mit dem Tiefstwert von minus 27,3 Grad Celsius in Seefeld am 1.3. Dann begann die Quecksilbersäule aber unermüdlich zu klettern, und zwar bis auf plus 23,7 Grad am 18. des Monats in Pörtschach.
Um den 20. fielen die Temperaturen dann aber wieder deutlich. Dafür notierten die Meteorologen im gesamten Bundesgebiet überdurchschnittlich viele Sonnenstunden und gleichzeitig zum Teil deutlich geringere Niederschläge als im langjährigen Durchschnitt.
Der März 2005 begann zwar mit eisiger Kälte. Die ständig steigenden Temperaturen mit einem Wärmehöhepunkt kurz nach der Monatsmitte und - nach einem besonders in Ostösterreich kräftigem Kälterückfall um den 20. - mildem Wetter bis zum Ultimo ergaben am Ende in Vorarlberg, Tirol und Kärnten einen milden, von der Stadt Salzburg ostwärts etwas zu kühlen März, teilte Klimaexperte Helmut Derka am Donnerstag mit. Vom Bodensee bis zur Pack- und Koralpe lagen die Monatsmittel um den Normalwert oder auch etwa ein Grad über diesem. Im übrigen Österreich sind dem Fachmann zufolge normale bis etwa zwei Grad C unternormale Monatsmittel zu erwarten. Die Tiefsttemperatur in Seefeld am 1. März gilt übrigens für den nicht-alpinen Bereich. Am Gipfel des Sonnblicks wurden am selben Tag laut ZAMG exakt minus 30,0 Grad registriert. Eine kältere Märznacht gab es dort zuletzt 1971.
In weiten Teilen viel weniger Niederschläge
In weiten Teilen Österreichs vom Rheintal bis zum Neusiedlersee blieben die Niederschlagsmengen gleichzeitig unter 75 Prozent des langjährigen Mittels, im Süden und Nordosten strichweise sogar unter 25 Prozent. "Lienz meldete bis Donnerstag im März nur fünf mm Niederschlag, das sind acht Prozent des Normalwertes", so Derka. Nur vom Ausserfern entlang der nördlichen Kalkalpen bis zur Hohen Wand wurden etwa normale Monatssummen erreicht, vom Toten Gebirge bis zum Schneeberg auch bis zu 75 Prozent "übernormale".
Der abgelaufene Monat brachte von Bregenz (51 cm) über Lofer (70 cm) bis Lilienfeld (77 cm) noch beträchtliche Neuschneesummen, ebenso im Mühl- und Waldviertel (Litschau 54 cm). Einige Zentimeter fielen auch noch für die Niederungen Ostösterreichs ab. Entsprechend den geringen Niederschlagsmengen gab es im Süden auch die geringsten Neuschneesummen: vier Zentimeter in Weitensfeld im Gurktal, sechs Zentimeter in Mallnitz.
Allentsteig führt beim Niederschlag
Bis Donnerstag sind in der gesamten Schneesaison 2004/2005 Allentsteig mit 223 Prozent und Bischofshofen mit 201 Prozent der normalen Neuschneesummen die Spitzenreiter. Auf den Höhen vom Arlberg bis zur Villacher Alpe sowie im Süden wurden dagegen teilweise nicht einmal 40 Prozent der mittleren Neuschneesummen erreicht.
In ganz Österreich wurden dafür überdurchschnittlich viele Sonnenstunden registriert. Sonnigste Landeshauptstadt war in Klagenfurt mit 213 Sonnenstunden. Salzburg liegt mit 157 Stunden am Ende der Rangliste. Bezogen auf den Normalwert führt Wien laut ZAMG mit 159 Prozent (200 statt normal 126 Stunden). Auch hier bildet Salzburg mit 121 Prozent (normal 130 Stunden) das Schlusslicht.
(apa/red)
