ÖVP-Klubklausur in Eisenstadt: Gehrer legt Änderungspläne im Schulbereich vor
- 2006/07: Fünf-Tage-Woche für Sechs bis 14-Jährige
- Tagesbetreuung künftig an jeder Schule angeboten
Bildungsministerin Gehrer hat am Mittwoch jene Vorhaben präsentiert, die sie nach einer Abschaffung der Zwei-Drittel-Hürde im Schulbereich umsetzen möchte. Ab 2006/07 soll es für alle Sechs- bis 14-Jährigen eine Fünf-Tage-Woche geben. Tagesbetreuung soll - bei einer Gruppengröße von mindestens 15 Kindern - an jeder Schule angeboten werden, hieß es bei der ÖVP-Klubklausur in Eisenstadt.
Für die Tagesbetreuung würde der Bund laut den Gehrer-Plänen zehn Betreuungsstunden zur Verfügung stellen. Um eine verpflichtende Tagesbetreuung würde es sich dabei aber nicht handeln. Die Wahlfreiheit der Eltern solle erhalten bleiben, so Gehrer. Geplant seien in diesem Zusammenhang auch Kooperationen mit örtlichen Vereinen.
Kleinere Änderungen soll es bereits im Schuljahr 2005/06 geben. "Sonderschulen" werden demnach in "Förderschulen" umbenannt, "Leibesübung" in "Bewegung und Sport". Weiters soll es Schulen möglich gemacht werden, Zusatzbezeichnungen zu führen, die sofort erkennen lassen, welche Schwerpunkte angeboten werden.
Ebenfalls geplant: Die Zuordnung zur ersten Leistungsgruppe in der ersten Hauptschul-Klasse soll automatisch erfolgen, wenn das Kind die Volksschule mit "AHS-Eignung" abgeschlossen hat.
Und schließlich plant Gehrer Änderungen bei den Berufsreifeprüfungen. Vorgesehen ist eine Definition des Zuganges für Lehrabschlussabsolventen, deren Berufsfeld in keinem eindeutigen Fachbezug zu einer berufsbildenden höheren Schule steht (z.B. Friseur). Prüfungen an Erwachsenenbildungseinrichtungen sollen unter Vorsitzführung eines Experten, der vom Landesschulrat nominiert wird, durchgeführt werden. (apa)
