Dienstag, 29. März 2005

Bilanz zu Ostern: Acht Tote bei Verkehrs-unfällen zwischen Karfreitag & Ostermontag

  • Geringste Zahl an Toten in diesem Zeitraum bisher
  • PLUS: Verkehrsbilanz für 2004: 878 Verkehrstote

Am vergangenen Osterwochenende hat es laut Innenministerium so wenig Verkehrstote wie in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr gegeben: Acht Menschenleben waren von Karfreitag bis inklusive Ostermontag zu beklagen - das ist weniger als die Hälfte von Ostern 2004 (17). Zuletzt hatte es 1995 und davor 1992 einen so geringen Blutzoll auf den heimischen Straßen gegeben. In der gesamten Karwoche wurden zwölf Verkehrstote registriert, im Vergleichzeitraum des Vorjahres waren es 25 gewesen.

2003 sind am Osterwochenende von Freitag bis Montag 15 Verkehrsteilnehmer ums Leben gekommen. Im Jahr 2002 wurden zwölf, 2001 14 Menschen tödlich verletzt. 1992 und 1995 wurde mit jeweils acht Verkehrstoten das bisher günstigste Ergebnis seit Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres (1968) verzeichnet, hieß es am Dienstag in einer Aussendung. Im Vergleich dazu mussten 1976, dem bisher schlimmsten Jahr, 39 Tote am Osterwochenende beklagt werden.

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen des Osterwochenendes 2005 verloren vier Pkw-Insassen (davon ein Lenker), ein Lkw-Insasse und drei Fußgänger (davon ein Jogger) ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallursachen der tödlichen Osterunfälle wurden zu hohes Tempo (2), Unachtsamkeit (2), Fehlverhalten von Fußgängern (2), Vorrangverletzung (1) und Herzversagen (1) festgestellt. Die Alkoholisierung eines Lenkers war bei einem Unfall Mitursache.

Für drei tödliche Verkehrsunfälle des Osterwochenendes waren jugendliche Fahranfänger verantwortlich (ein 15-jähriger Mopedlenker mit Mopedausweis, ein 17-jähriger mit vorgezogener Lenkberechtigung "L 17" und ein 18-jähriger Probeführerscheinbesitzer).

Unter den acht Getöteten sind vier über 65 Jahre, darunter ein 84-jähriger Pkw-Lenker, eine 69-jährige Pkw-Insassin und eine 90-jährige Fußgängerin, die eine Scheibtruhe mit Holz schob. Eine 68-jährige Fußgängerin wurde beim Überqueren einer Stadtautobahn getötet.(apa/red)

29.3.2005 14:36